Kunstvoll gesprochen und gesungen

Benedikt Sommer

Von Benedikt Sommer

Do, 13. September 2018

Teningen

Pop und Lyrik am Steinbruch Heimbach begeisterte knapp 150 Gäste mit Balladen und Rockmusik.

TENINGEN-HEIMBACH. Auf großes Publikumsinteresse stieß die Veranstaltung "Pop und Lyrik" am Steinbruch in Heimbach. Knapp 150 Gäste lauschten bei herrlichem Spätsommerwetter dem kunstvoll gesprochenen und gesungenen Wort. Bei Kaffee und Kuchen im Grünen die herrliche Aussicht genießen, und dabei anspruchsvoll und anregend unterhalten werden: Zahlreiche Gäste wählten am Sonntagnachmittag in Heimbach diese offensichtlich verlockende Option. "Ich glaube, damit hat sich unsere gemeinsame Veranstaltung etabliert", freute sich die Vorsitzende des Geschichts- und Bürgervereins, Christa Götz.

Ursprünglich hatte die Veranstaltung am Muttertag stattfinden sollen. Auf Grund des schlechten Wetters verschoben die Veranstalter sie jedoch auf den Herbst. Frank Tänzel, Vorsitzender des Kulturvereins Teningens, Organisator und Moderator der Veranstaltung, war die Freude über den Erfolg anzumerken. Gemeinsam mit den Akteuren des Nachmittags hatte er, inzwischen bereits zum dritten Mal, ein buntes, unterhaltsames Programm zusammengestellt. "Wir möchten eine abwechslungsreiche Mischung aus ernsten und fröhlichen Texten und Liedern bieten", meinte Gunter Hauß. Der Schauspieler des Emmendinger Theaters im Steinbruch übernahm auch in diesem Jahr die Deklamation der Texte. Genau wie der Freiburger Sänger Michael Wiegand, der Lieder und Arien präsentierte, und die Heimbacher Rockband Spätzünder and Friends überzeugte ihn das gelungene Konzept der Veranstaltung bereits im Jahr 2016.

Drei größere Balladen standen auf dem Programm, die "Bürgschaft" von Schiller, der "Reiter und der Bodensee" von Gustav Schwab und die "Heinzelmännchen zu Köln" von August Kopisch, dazu drei fröhliche Kurzgedichte von Heinz Erhardt ("Die Made"), Ludwig Uhland und Joachim Ringelnatz. "Der hat eine schöne Stimme", "und kann sprechen", kommentierten zwei ältere Damen im Publikum. Gelungen war auch die Idee, einige Songtexte der von den Spätzündern gespielten Rockklassiker vorab in deutscher Übersetzung zu präsentieren, auch wenn manches Lied, etwa "Mrs. Robinson" von Simon & Garfunkel, selbst dann ohne Erläuterung unverständlich blieb. Michael Wiegand bot die traurige Franz Lehar-Arie "Immer nur lächeln", "Ein Lied geht um die Welt" und "Grün ist die Heide" von Hermann Löns dar.