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14. Januar 2009

Austragungszeitraum 2015 bis 2025

Motto: blaues Band und grüne Perlen

Lahr bewirbt sich ein zweites Mal um die Ausrichtung der Landesgartenschau / Schwerpunkt ist diesmal der Westen der Stadt.

LAHR. Die Stadt Lahr wird sich um die Austragung einer Landesgartenschau im Zeitraum 2015 bis 2025 bewerben. Ziel ist die nachhaltige Entwicklung der Stadt im Westen. Beim ersten Versuch vor sieben Jahren war der Stadt das Glück nicht hold. Inzwischen sieht man sich besser gerüstet. Bis Ende April müssen die detaillierten Pläne für die Bewerbung fertig gestellt sein.

Gestern hat Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller gemeinsam mit Baubürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn und dem Leiter der Abteilung für Öffentliches Grün, Richard Sottru, den Stand der Dinge vorgestellt. "Wir gehen mit Optimismus in den Bewerbungsprozess", sagte Müller und gab sich überzeugt: "Diesmal sind wir dabei." Der Kostenrahmen bewegt sich im Bereich von rund acht Millionen Euro, die zur Hälfte vom Land getragen werden. Hinzu kommen könnten weitere Mittel aus anderen Fördertöpfen des Landes. Für die Ausarbeitung der Planung durch die Freiburger Arbeitsgemeinschaft Freiraum sind im kommenden Haushalt 30 000 Euro eingestellt. In der Grobplanung besteht das Projekt aus vier Bausteinen.

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Erklärtes Ziel ist neben der Verbesserung der Lebensqualität und des sozialen Umfelds der Bürger die Schaffung von Angeboten zur Freizeitgestaltung und Nah erholungsmöglichkeiten für Familien und Kinder. Erneut aufgenommen wird die Entwicklung eines "Blauen Bands der Schutter", die schon bei der ersten Bewerbung vor sieben Jahren als zentrale Aufgabe vorgesehen war. Langensteiner spricht von einem "tragfähigen Konzept für Jahrzehnte". Auf rund 4,5 Hektar entlang der Schutter unterhalb der Arena soll dabei auf beiden Seiten ein Grünzug entstehen, der über neue Fuß- und Radwegverbindungen die Wohn- und Lebensbereiche verknüpft.

Im Bereich Kanadaring soll das bereits in Angriff genommene Projekt "soziale Stadt" weiter ausgebaut werden. Dabei will man die Belange einer Gartenschau mit den Verbesserungen im Wohnumfeld verknüpfen. Zentraler Dreh- und Angelpunkt einer Landesgartenschau soll das Areal Mauerfeld werden, aus dem ein Bürgerpark werden könnte. Hier wäre Platz für die eigentliche Blumenschau.

Optimal angebunden, könnten hier unter Einbeziehung der bestehenden Schulen und des Sportzentrums aber auch neue attraktive Sport- und Freizeiteinrichtungen und ein neuer Kindergarten entstehen. Langensteiner deutete gestern gar die Möglichkeit des Baus einer neuen dreiteiligen Sporthalle an, die als attraktiver Lärmschutz entlang der B 415 gebaut werden könnte. Bleibt der Bereich Stegmatten/Kleinfeld – bislang als Maisacker wenig attraktiv für die Naherholung. Die Planer denken hier an die Einrichtung eines Parks mit Wasserflächen zum Erleben von Natur und Gastronomie zur stadtnahen Erholung.

Alle Vorhaben verstehen sich als konsequente Weiterentwicklung des Regionalplans: "Soziale Stadt und Landesgartenschau verstärken sich gegenseitig", so Langensteiner. Von einer "Bündelung der Ziele" sprach denn auch Richard Sottru. Dabei ist der Zeitrahmen eng gestrickt: Bewerbungsfrist ist Ende April. Von Sottru ging letztlich die Initiative für die Bewerbung aus. Nach einer ersten (positiven) Debatte im Gemeinderat im Mai vergangenen Jahres hatte der Ältestenrat eine Bewerbung begrüßt. Im November beschloss dann der Haupt- und Personalausschuss, die Mittel für die Planung bereitzustellen.

Autor: Manfred Dürbeck