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09. Februar 2012

Badenova versteht sich als Partner der Gartenschau

Vor zehn Jahren gehörte die Stadt Lahr mit ihren Stadtwerken zu den Gründungsmitgliedern des regionalen Energieversorgers.

  1. Die Zusammenarbeit zwischen Badenova und Stadt läuft gut: Im Bild (von links) Ralf Jannusch, Thorsten Radensleben, OB Müller und Dieter Singler, bei der Stadt auch für deren Beteiligungen zuständig. Foto: christoph breithaupt

LAHR (bko). Vor zehn Jahren gehörte die Stadt Lahr mit ihren Stadtwerken zu den Gründungsgesellschaftern der Badenova AG & Co. KG – gestern zogen Vorstandsvorsitzender Thorsten Radensleben und Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller eine sehr positive Bilanz der bisherigen Zusammenarbeit. Danach versteht sich die Badenova als Treiber der Energiewende in der Region, der auch viel Geld in die Hand nimmt, um über ihren Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz lokale Initiativen zu ermöglichen. Auch in Lahr.

Dabei kommen große Zahlen zustande. Allein die Stadt Lahr erhält als Gesellschafter mit einem Anteil von lediglich 1,4 Prozent eine jährliche Dividende von 800 000 Euro, dazu kommen noch 700 000 Euro Konzessionsabgabe und Gewerbesteuer. Zwischen 2001 und 2010 investierte die Badenova im Bereich des Servicecenters Lahr 14,9 Millionen Euro ins Erdgasnetz, in Lahr direkt waren es 7,4 Millionen. Die jährliche Investition ins Wassernetz liegt bei einer Million Euro.

Radensleben und Wolfgang G. Müller kündigten bei der Jubiläumspressekonferenz gestern an, dass die Badenova sich mit vielen Ideen vor allem im Bereich der Energetik einbringen werde, um die Landesgartenschau 2018 bezüglich des Schadstoffausstoßes bei Kohlendioxid neutral abwickeln zu können. Die Badenova verstehe sich dabei als Partner, so Radensleben, der sich der kommunalen und regionalen Verantwortung stelle. Das gute Miteinander bescheinigte Wolfgang G. Müller der Badenova auch bei der Ausgestaltung der Chrysanthema. Das Unternehmen habe nicht zuletzt mit dem Kompassmodell, durch das viele weitere Gemeinden neue Gesellschafter werden konnten, sein Gespür für die Bedürfnisse der Kommunen bis hin zur Versorgungssicherheit gezeigt.

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Selbstverständlich wird eine Partnerschaft auch in Geld aufgewogen. So wurden über den Innovationsfonds des Unternehmens im Bereich des Servicecenters Lahr zwischen 2001 und 2011 für 15 Projekte 1,15 Millionen Euro ausgeschüttet. Acht Projekte mit zusammen 800 000 Euro waren es allein in der Stadt Lahr. Dazu zählen zum Beispiel das Wärmemonitoring der Städtischen Wohnungsbau (120 000 Euro), der Umbau des Max-Planck-Gymnasiums (231000 Euro), eine Studie zu Wärmepumpen im Feldtest der Lokalen Agenda-Gruppe Lahr (24 000 Euro), das energieeffiziente Bürgerhaus in Mietersheim (45 000 Euro) sowie der Erlebnispfad Wasser im Sulzbachtal mit annähernd 60 000 Euro.

Ein anderes Großprojekt gibt es in der Nachbarschaft. In Neuried betreibt die Badenova seit 2009 eine Biogasanlage, die jährlich 28 Millionen Kilowattstunden Biogas und elf Millionen Kilowattstunden Strom liefert. Ob die Biogasanlage zu einem Geothermiekraftwerk erweitert werden kann, wird derzeit unter anderem durch seismische Untersuchungen sowie eine aeromagnetische Vermessung durch Flugzeuge überprüft. Nicht zuletzt verweist die Badenova auf ihr Engagement beim Aufbau von Erdgastankstellen, von denen es mittlerweile 13 gibt, eine davon bei der Firma Günther auf dem Flugplatz. Wobei nicht vergessen werden darf, wiewohl man es zwischenzeitlich als selbstverständlich ansieht, dass Badenova in Seelbach und Lahr mit sechs Millionen Euro bei den drei Windkraftanlagen aktiv war und dass eine Vielzahl von privaten Solaranlagen gefördert wurde.

DIE BADENOVA

betreut von ihrem Servicecenter Lahr im Bauberatungszentrum am Friedrich-Ebert-Platz ein Gebiet mit über 140 000 Einwohnern in 14 Gemeinden: Von Neuried und Hohberg im Norden bis Rust und Ettenheim im Süden sowie Seelbach im Osten. Leiter des Servicecenters ist Ralf Jannusch. Der Lahrer Standort mit 20 Mitarbeitern ist der viertgrößte von zehn Standorten. Zu den Großkunden zählen der Europa-Park, das Ortenauklinikum sowie die Schulen im Mauerfeld, für die die Tochter Wärmeplus eine Wärmeversorgung aufgebaut hat. Neben der Stadt Lahr als Gründungsgesellschafter gehören seit 2011 sechs weitere Gemeinden neu zur Badenova. Dies sind Ettenheim, Friesenheim, Neuried, Rust, Ringsheim und Seelbach.  

Autor: bko

Autor: bko