Einigung erzielt

Die Kita "Kleine Strolche" bleibt am Altenberg

Mark Alexander

Von Mark Alexander

Di, 12. Februar 2019 um 18:36 Uhr

Lahr

Die Diskussion um die Kita "Kleinen Strolche" am Altenberg hat ein Ende. Am Dienstag wurde eine Einigung verkündet. Die Kita erhält bis 2020 einen Neubau, bleibt bis dahin im alten Domizil.

Seit 30 Jahren bevölkern "Kleine Strolche" den Altenberg. Die Kindertagesstätte in privater Trägerschaft hat ihr Domizil im früheren Reichswaisenhaus. Dass sich dies ändern wird, weil die Deutsche Bauwert in dem Gebäude Wohnraum schafft, ist nichts Neues. Die Frage, wann und wohin die Kita umziehen wird, hatte indes immer wieder für Diskussionen gesorgt. Baulärm und die Frage der Zufahrt hatten die Kita dazu bewogen, eine Lösung außerhalb des Geländes zu suchen – erfolglos. Nach einem gemeinsamen Gespräch im Januar haben alle Beteiligten gestern nun auch vor der Presse eine Einigung verkündet. Es bleibt beim ursprünglichen Plan: Die Kita erhält einen Neubau am Altenberg, bleibt bis dahin im alten Domizil.

"Die Kita und der Verein Reichswaisenhaus haben die Absicht, sich auf einen Mietvertrag zu einigen", hieß es gestern. Der rund 2000 Quadratmeter große Teil im Einfahrtsbereich des Areals werde nicht an den Investor Deutsche Bauwert verkauft, sondern bleibe im Eigentum des Reichswaisenhaus-Vereins. Dieser wird eine Firma mit dem Bau beauftragen.

Neubau soll etwa zwei Millionen Euro kosten

"Ein erfahrener Architekt wird die Planung übernehmen", sagt Bauwert-Geschäftsführer Uwe Birk, der den Verein mit seinem Know-how unterstützt. Eineinhalb bis zwei Millionen Euro werde der Bau wohl kosten. Eine Erweiterung ist vom Tisch, die Einrichtung mit 35 Kindern wird zweigruppig bleiben.

"Wir freuen uns, dass es nun eine Lösung gibt", sagt Andrea Fossler vom Kita-Vorstand. Das Flair im Reichswaisenhaus werde sie vermissen. Andererseits habe der Verein einiges in das historische Gebäude investieren müssen. Zuletzt hatte es 2017 einen Wasserschaden gegeben.

Im Sommer soll der Kitabau beginnen, im Herbst 2020 beendet sein. Vorausgesetzt, die Petition gegen die Altenberg-Bebauung stellt kein Hindernis dar. Anfang März wird eine Entscheidung erwartet. Eine letzte Hürde könnte ein juristisches Verfahren darstellen, das die Bürgerinitiative Altenberg angekündigt hat.

Rodungsarbeiten beginnen nächste Woche

Unabhängig davon werden die Rodungsarbeiten am Altenberg nächste Woche beginnen. Aus Naturschutzgründen müssen diese bis Ende Februar beendet sein. Laut Birk soll die Erschließung im April/Mai folgen. Parallel werden die Bauanträge für acht Mehrfamilienhäuser eingereicht. Ende des Jahres könnte der Tiefbau beginnen, im Frühjahr 2020 der Hochbau. In rund zwei Jahren sollen die ersten Bewohner einziehen. Insgesamt entstehen in zwei denkmalgeschützten Gebäuden und in Neubauten im Altenberg-Park (so nennt Birk das Baugebiet) etwa 150 Wohnungen.

Mögliche Bedenken wegen des Zeitplans wischt Birk vom Tisch: "Wir haben die Erfahrung für solche Projekte." Während er das sagt, blickt er vom Altenberg hinunter auf das frühere Bauwert-Projekt im ehemaligen Kasernenareal. "Da haben wir unsere Versprechen auch gehalten."

Hintergrund:
Der Gemeinderatsbeschluss zum Altenberg

Die Kita-Diskussion