Die Konversion ist erfolgreich verlaufen

Wolfgang Beck

Von Wolfgang Beck

Di, 01. September 2015

Lahr

Lahrs Sozialdemokraten lassen sich über die Vermarktung des Flugplatzareals informieren.

LAHR. Mit einem Besuch auf dem Flugplatz hat die Lahrer SPD ihre Sommeraktionen fortgesetzt. Im Blickpunkt stand die Entwicklung des Areals seit dem Wegzug der Kanadier. Präsentiert wurde den Genossen das Gelände links und rechts der Landebahn. Informationen aus erster Hand gab es dabei von Prokurist Daniel Halter von der Industrie- und Gewerbezentrum Raum Lahr GmbH (IGZ), dem SPD-Fraktionschef Roland Hirsch für das Engagement bei der Vermarktung des Flugplatzareals dankte.

Ein Bus chauffierte die 50 Besucher über das Flugplatzgelände. Dabei zeigte sich, was sich alles an dem Industrie- und Logistikstandort verändert hat. "1994 hat der letzte Kanadier Lahr verlassen", spannte Hirsch einen historischen Bogen vom einstigen Militärstandort zu den neuesten Industrieansiedlungen und der Herkulesaufgabe, der sich Lahr bei der Konversion gestellt habe. "Sie ist erfolgreich verlaufen", sagte Halter angesichts Umwidmung des rund 600 Hektar großen Gesamtgeländes zum Industrie- und Logistikstandort Lahr, der sich in ein großräumiges Westareal (320 Hektar), in ein Flughafenareal (210), ein kleingliedriges Ostareal (65) und in die Rheinstraße Süd (5 Hektar) aufteile, wo Aldi Süd gerade eine Filiale errichtet.

Aufklärungsbedarf gab es bei dem Begriff "StartkLahr". Für die IGZ sei dies lediglich ein Vermarktungsname, sagte Halter, der die Besuchergruppe vor dem IGZ-Gebäude in der Europastraße 1 zunächst in die Ausmaße des Geländes eingewiesen hatte. "Fast jede Unternehmensgröße kann angesiedelt werden", machte der IGZ-Prokurist die bisherige Entwicklung besonders auf dem Westareal deutlich, wo der Industrie- und Gewerbepark eine rasante Entwicklung genommen habe, die die SPD-Besucher in Staunen versetzte. 3700 Mitarbeiter sind heute in rund 150 Firmen auf dem Flugplatz beschäftigt, rechnete Halter vor, während es vor 20 Jahren nur 1000 Zivilangestellte gewesen seien.

Die Mischung macht’s, das zeigte die Rundfahrt, bei der es an Dienstleistern und Produzenten im Minutentakt vorbei ging. Klingende Firmennamen und deren stattliche Gebäude und Hallen wie Fiege, DHL, Herrenknecht, Zehnder, DSV, Penny und andere Größen der Logistik tauchten dabei auf. Vor dem jüngsten Projekt von ZG-Raiffeisen in Baden und der Schweizer Gruppe Fenaci wurde ein Halt eingelegt. 400 Arbeitsplätze sollen dort entstehen, so Halter. In den letztendlich fünf Hallen des deutsch-schweizerischen Joint-Venture sollen bald Gartengeräte, Kleintierfutter und Düngemittel umgeschlagen und von Lahr aus weltweit verteilt werden. "Das wird eine Milliardeninvestition", machte Halter den Genossen klar, die von der Entwicklung des Industrie- und Logistikparks beeindruckt waren. "Es hat sich enorm viel getan", bestätigte auch Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller.

Die Abfertigung eines Flugzeugs verhinderte eine geplante Fahrt mit dem Bus über die Start- und Landebahn. Vorbei an den Flugbetriebsflächen und dem Ostareal endete das SPD-Programm beim Softwarehersteller Schrempp-EDV, wo die geschäftsführende Gesellschafterin Brigitta Schrempp die Führung übernahm.

Info: Die IGZ (Industrie- und Gewerbezentrum Raum Lahr GmbH) kümmert sich seit 1995 um die Vermarktung des Areals rund um den Flughafen. Derzeit gibt es 3700 Arbeitsplätze auf dem Gesamtareal, 223 Mietverhältnisse und 155 Unternehmen.