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05. Juli 2017

Die SPD ist gegen eine Munitionsfabrik

Appell für zivile Projekte.

LAHR (BZ). Die Lahrer SPD sagt Nein zur Ansiedlung einer Munitionsfabrik auf dem Lahrer Flugplatzgelände. Die Sozialdemokraten wenden sich gegen eine mögliche Ansiedlung von Saltech, einem Schweizer Hersteller von Munition für Pistolen und Gewehre, auf dem Zweckverbandsareal im Westen des Flugplatzgeländes. Seit Beginn der Konversion liege der Schwerpunkt bei Firmenansiedlungen auf Logistik, so die SPD in einer Pressemitteilung.

Das Unternehmen, so die SPD, stellt Munition für Übungs- und Einsatzzwecke, für Manöver und auch für Scharfschützen her. Die Investitionskosten sollen bei vier Millionen Euro liegen. Offenbar soll es in Lahr vor allem darum gehen, Munition für die Polizei des Landes Baden-Württemberg zu produzieren.

Ein profitorientiertes, international vernetztes Unternehmen, so der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Mark Rinderspacher für die Lahrer Sozialdemokraten, könne seine Produktion jedoch in der Regel nicht auf eine Abnehmergruppe und auf ein Bundesland ausrichten, ganz abgesehen davon, dass eine Kontrolle gar nicht möglich wäre.

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Wegen der derzeit großen Nachfrage nach Produktionsgelände sei der Zweckverband in der glücklichen Lage, Firmen auszuwählen, die zu den bisher angesiedelten besser passen als eine Munitionsfabrik, deren Berücksichtigung in der unmittelbaren Nachbarschaft und in der Lahrer Bevölkerung brisante Diskussionen auslösen könnte.

Die Konversion des 600 Hektar großen Militärgeländes sollte nach Auffassung der SPD weiter zivile Projekte berücksichtigen, nicht aber Vorhaben mit Affinität zu Militär und Rüstung.

Autor: bz