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09. Januar 2014

Die SPD will ihre Position ausbauen

Kommunalwahlen sind Thema beim Neujahrsempfang.

LAHR (BZ). Nach der Wahl ist vor der Wahl, haben sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins beim Neujahrsempfang in der Lahrer Weinstube gesagt. Nach dem Rückblick auf die Bundestagswahl richteten sie ihren Blick auf die kommenden Kommunal- und Europawahlen.

Das eher mäßige Abschneiden der Partei in Lahr bei der Bundestagswahl kann die gute Stimmung bei der SPD offenbar nicht trüben. Zum einen hat es Johannes Fechner im dritten Anlauf in den Bundestag geschafft. Zum anderen wollen die Sozialdemokraten bei den Kommunalwahlen ihre Position ausbauen. "Die SPD ist in Lahr sehr gut aufgestellt", betonte Roland Hirsch, der Sprecher der Gemeinderatsfraktion. Sie stelle den Oberbürgermeister, der Erste Beigeordnete der Stadt kandidiere auf der Liste der SPD für den Kreistag und die Lahrer SPD sei im Gemeinderat die stärkste Fraktion, betonte er.

Mit der Wahl von Mark Rinderspacher zum Vorsitzenden des Ortsvereins sei ein Generationenwechsel eingeleitet worden. Und: Die Jugend dränge nach vorn, wie ein Blick auf die Kandidatenliste für den Gemeinderat zeige. Der gerade einmal 17 Jahre alte Tunahan Yildirim habe für sich einen aussichtsreichen Listenplatz eingefordert, sagte Hirsch. Beim Neujahrsempfang wurde sein Engagement gleich von mehreren Rednern hervorgehoben. Auch Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller, der im vergangenen Jahr seine dritte Amtszeit angetreten hat, sicherte ihm seine Unterstützung zu.

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"Wir haben die Wahl zwar verloren, bei den Koalitionsverhandlungen aber deutlich gepunktet", lautete der Kommentar des frisch gebackenen Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner. Sein Blick in die Zukunft schloss die Vergangenheit, die 100 Jahre zurückliegende "Urkatastrophe", den Ausbruch des ersten Weltkrieges, mit ein. "Der europäische Einigungsprozess muss vorangetrieben, das Europaparlament gestärkt werden", lautete die von ihm ausgegebene Losung.

Wie der Oberbürgermeister forderte auch er für 2014 eine Entscheidung in Sachen Rheintalbahn. Die mit einer ganzen Reihe Gutachten untermauerten Argumente lägen auf dem Tisch, nun sei der Projektbeirat am Zuge, betonten beide übereinstimmend.

Während Roland Hirsch die Landesgartenschau zum Thema machte, konzentrierte sich Stadtrat Walter Caroli auf den Koalitionsvertrag. Deutschland sei ein weltoffenes Land, in dem Migranten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisteten, betonte er. Er spielte damit auf den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer an, der vor einer Armutszuwanderung aus Osteuropa gewarnt hatte.

Autor: bz