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25. Januar 2010

Ein Augenschmaus auf Rollschuhen

Zwei Mal ausverkauftes Haus beim Michael Jackson-Abend der Rollsportabteilung des Sportvereins Solidarität Lahr

  1. Getanzte Hommage an Michael Jackson: Rollschuh-Läuferinnen der Solidarität Foto: wolfgang künstle

LAHR. "Die einzige Michael Jackson-Show auf Rollschuhen" – mit diesem Versprechen hat die Rollsportabteilung des Sportvereins Solidarität Lahr am Wochenende wieder zahlreiche Zuschauer in die zweimal bis auf den letzten Platz ausverkaufte Großmarkthalle gelockt. Alleinstellungsmerkmal nennt man das – und tatsächlich war es ganz einzigartig, was dort von den jungen Sportlerinnen geboten wurde.

Zwar zeigen die Rollschuhläuferinnen jedes Jahr eine tolle Show, mit tollen Kostümen und überzeugenden sportlichen Leistungen, besonderen Lichteffekten und einer fast professionellen Moderation, doch stellte das Motto in diesem Jahr an alle Beteiligten besondere Herausforderungen. Es galt Vielfalt zu bieten – trotz der Beschränkung auf die Musik nur eines Künstlers. Hoch war der Anspruch – kannten doch die meisten der Zuschauer die Video-Clips und Bühnenshows von Michael Jackson. Natürlich ging es nicht darum, irgendetwas nachzuahmen, aber der Musik- und Tanzstil Michael Jacksons wurde mit viel Einfühlsamkeit auf die Rollschuh-Welt übertragen.

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Abwechslungsreiche Choreografien und bezaubernde Kostüme
Unter Leitung von Ellen Karotsch hatten die 38 Rollkunstläuferinnen - und der derzeit einzige Junge auf Rollschuhen - insgesamt vierzehn Stücke einstudiert. Abwechslungsreiche Choreografien und bezaubernde Kostüme sind schon seit Jahren das Markenzeichen des Schaulaufens. Ob beim ersten Programmpunkt, dem Medley "Jackson five" fünf junge Tänzerinnen in lila Blusen, weißen Hosen und mit Afro-Perücke muntere, eher kindlich anmutende Bewegungsabläufe zeigen, oder bei "Black or white" der Titel sogar in den schwarz-weißen Kostümen umgesetzt wird – immer entwickelten sich eindrucksvolle, ständig wechselnde Bilder im Hallenrund.

Das Herz geht einem auf, wenn man die Jüngsten auf ihren Rollschuhen in die Halle kommen sieht. Niedliche Bären und Pinguine umkreisen bei "Heal the World" das kleine Blumenkind in der Mitte. Ein ebenso fröhliches wie anrührendes Tableau ergibt sich, das die Friedenssehnsucht des Liedes in Bewegung übersetzt.

Die musikalische Entwicklung Michael Jacksons wird im Laufe des Abends anhand von einigen markanten Ereignissen nachgezeichnet. Natürlich warteten alle Zuschauer auf den Moonwalk, der auf Rollschuhen fast noch eleganter wirkte als im Original. Die Aggressivität eines "Beat it" wird in einem an die West-Side-Story erinnernden Schaukampf zwischen zwei Jugendbanden umgesetzt. Hebefiguren und Abläufe, in denen eine Rollschuhläuferin im Überrollen abgelegt und wieder mitgenommen wird, machen die Show fast schon akrobatisch. Gar nicht zu reden von den Pirouetten, Waagen und waghalsigen Sprüngen, die vom Publikum mit Szenenapplaus belohnt wurden.

Zwei Titel bleiben nach diesem rund anderthalbstündigen Programm besonders in Erinnerung: Die überaus stimmige Umsetzung des Showprogramm-Titels "The Man in the Mirror", und das große Finale mit dem "Earth Song". Wie Glühwürmchen wirkten die jüngsten Läufer, als sie mit Leuchtstäben in die völlig abgedunkelte Halle rollten, und nach und nach durften sich alle am Schaulaufen beteiligten noch einmal präsentieren. Riesen-Applaus für alle Beteiligten.

Mehr Bilder in einer Fotogalerie unter www.badische-Zeitung.de

Autor: Juliana Eiland-Jung