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13. Oktober 2017

Ein handbemaltes Schälchen

Der neue Partner, die Zeller Keramik Manufaktur, bringt sich bei der Chrysanthema ein.

  1. Das Chrysanthemen-Schälchen ist für den alltäglichen Gebrauch geeignet. Foto: Christoph Breithaupt

LAHR. Die Zeller Keramik Manufaktur ist der neue Partner der Chrysanthema. Die Folge: Ein mit Chrysanthemen handbemaltes Schälchen wird als Produkt an den Souvenir- und Informationsständen zu kaufen sein.

"Wir legen großen Wert auf Qualität und Authentizität", erklärte Frederike Ohnemus, Organisatorin der Chrysanthema. Beim Auswahlverfahren für das diesjährige Chrysanthemenprodukt habe man nicht lange suchen müssen. Weil die Zeller Keramik Manufaktur ein beliebtes Ziel für Reisegruppen ist, war ein Kooperationspartner schnell gefunden.

Die Geschichte der Zeller Keramik Manufaktur reicht bis in das Jahr 1794 zurück. Das Unternehmen, unter dem geschäftsführenden Gesellschafter Ralf Müller, stellt handgefertigtes Keramikgeschirr her. Das wohl bekannteste Motiv sind Hahn und Henne, die in der Manufaktur seit mehr als 100 Jahren gemalt werden. Für die Chrysanthema wurde eine kleine Schüssel mit dem Motiv einer rosafarbenen, zweiblütigen Chrysantheme entworfen mit einem entsprechenden Schriftzug. "Ursprünglich war ein Teller geplant", erklärte Müller, "doch die Schale stellt auch einen Bezug zu Japan her, dem Herkunftsland der Chrysantheme." Weil die Zusammenarbeit mit der japanischen Stadt Kasama beim Thema Chrysantheme seit der Reise einer Lahrer Delegation im Jahr 2008 intensiviert worden ist, werden auch etliche der Schälchen den Weg nach Japan finden. Müller erhofft sich davon, einen neuen Markt erschließen zu können. Denn seine Keramikprodukte seien zwar schon in vielen Ländern vertreten, so Müller, aber im Land der aufgehenden Sonne noch nicht.

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Die Zeller Keramik Manufaktur bringt sich auch als Partner der Kochshow auf dem Marktplatz ein. Die von den prominenten Köchen gekochten Chrysanthemen-Gerichte werden auf den Originaltellern der Manufaktur angerichtet und präsentiert.

Das diesjährige Chrysanthemenprodukt spiegelt die Werte, die die Chrysanthema und die Manufaktur vermitteln wollen, wieder. "Traditionsreich, hochwertig und besonders", sollte es werden, sagte Müller. Wegen der Glasur, die nach dem Bemalen des Rohlings bei über 1100 Grad Celsius für 25 Stunden in einem speziellen Ofen gebrannt wird, "eignet sich die Schüssel jeden Tag für den uneingeschränkten Gebrauch", so Müller.

Bemalt wird das Geschirr unter anderem von Erika Börsig, die bereits seit 36 Jahren in Zell am Harmersbach Teil des Unternehmens ist. Während der Chrysanthema wird sie Kindern beratend zur Seite stehen, denn dann stehen jeweils mittwochs und am Familientag das Bemalen von Tellern auf dem Marktplatz auf dem Programm.

Doch die jungen Künstler müssen ein wenig Geduld mitbringen, denn ihr selbstgestalteter Teller kann nicht direkt mit nach Hause genommen werden. Um die Qualität der Keramik Manufaktur garantieren zu können, wird auch ihr Unikat glasiert und gebrannt. Somit wird auch dieses Erinnerungsstück lange erhalten bleiben.

Autor: Vivien Büchele