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07. März 2017

"Ein Umdenken ist notwendig"

Die Vorsitzende des Musikvereins Reichenbach mahnt mehr Engagement der Mitglieder bei Arbeitseinsätzen an.

  1. Ehrungen beim Reichenbacher Musikverein (von links): Vorsitzende Andrea Hierlinger, Rose-Marie Rappenecker, Klaus Klink, Anna Kopf und Alfred Welle Foto: Heidi Fössel

LAHR-REICHENBACH. Die Blasmusiker des Musikvereins Reichenbach haben in der Hauptversammlung in der "Linde" dem Vorstandsteam das Vertrauen ausgesprochen. Für Bernd Hierlinger rückte Zeugwart Clemens Tränkle in das Vorstandsteam nach und wurde einstimmig zum neuen Organisationsleiter im geschäftsführenden Vorstand gewählt. Die Vorsitzende mahnte mehr Mitarbeit der Mitglieder an.

Den Verein, der vor zwei Jahren sein 150-jähriges Bestehen gefeiert hatte, bezeichnete Ortsvorsteher Klaus Girstl als "hervorragenden musikalischen Botschafter in Reichenbach". Die Bilanz der Vorsitzenden Andrea Hierlinger fiel positiv aus. "Weiter so, nicht zurücklehnen", war ihre Devise. Dirigent Christian Warth zeigte sich allerdings weniger zufrieden mit dem Probenbesuch der 47 Musiker im Stammorchester. "Wenn neue Stücke einstudiert werden, müssen alle an Bord sein", sagte Warth.

Auf die vielen Aktivitäten des Vereins ging Markus Gehringer in Vertretung von Schriftführerin Sonja Wacker ein. Er erinnerte an das gelungene Frühjahrskonzert, aber auch an den Auftritt der Reichenbacher Blasmusiker auf der Chrysanthemenbühne in Lahr. Insgesamt 30 unterschiedliche Aktivitäten listete Gehringer auf.

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Ein großes Lob gab es von der Vorsitzenden für die Organisation des Lichterfestes bei der Hammerschmiede und die Aktionen in der Schergasse während der Fasent. "Das sind zwei Veranstaltungen, ohne deren Einnahmequellen der Verein nicht existieren könnte", sagte Hierlinger. Das bestätigte auch der Bericht von Schatzmeister Bernd Schüssele. "Die Einnahmen sind lebenswichtig", sagte der Vorsitzende für Finanzen. Das Minus von rund 4500 Euro, das durch Investitionen in Instrumente und Uniformen entstanden war, wurde aus den Rücklagen ausgeglichen.

Die Vorsitzende dankte der Sparkassenstiftung für eine Spende von 5000 Euro, die in die Jugendarbeit und in den Instrumentenkauf flossen. Sie appellierte an die Mitglieder aller Altersgruppen, bei Arbeitseinsätzen sowie Auf- und Abbaudiensten aktiver als bisher dabei zu sein. "Hier ist ein Umdenken notwendig", mahnte Hierlinger an.

Lob gab es für das Jugendorchester unter der Leitung von Christian Warth, das sich aus Spielern aus Reichenbach und Kuhbach zusammensetzt. Jugendleiterin Nicole Ehret äußerte sich zufrieden mit der Ausbildung der 24 Zöglinge und Jungmusiker, die von sieben Ausbildern betreut werden. Von Erfolg gekrönt sei auch das "Instrumentenschnuppern" gewesen, so Ehret, bei dem sieben neue Mitglieder gewonnen werden konnten.

Mit Dank und Anerkennung wurde Organisationschef Bernd Hierlinger aus dem Vorstandsteam verabschiedet, der dem Verein aber künftig als Notenwart erhalten bleibt. Als Beisitzerin verabschiedet wurde Stefanie Kappis, die lange im Jugendbereich aktiv war.

Ehrungen: Für 70 Jahre Mitgliedschaft: Irmgard Herrmann, Anna Kopf und Josef Maier, 50 Jahre: Christa Gür, 40 Jahre: Klaus Bühler, Elvira Fehrenbacher, Andreas Joos, Klaus Klink, Johannes Müller, Rosemarie Rappenecker und Karl Wacker

Wahlen: Andrea Hierlinger (Vorsitzende für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit), Bernd Schüssele (Finanzen), Katrin Ehret (musikalische Leitung) und Clemens Tränkle (Organisation) an; weitere Vorstandsmitglieder: Schriftführerin Sonja Wacker, Jugendleiterin Nicole Ehret, Zeugwartin Monika Tränkle, Jugendvertreterin Pauline Ruf, Beisitzer: Gerda Baum, Gerd Furtwängler, Beate Maier, Deborah Hügel und Dominik Feißt (neu), Kassenprüfer: Katrin Krieg und Hans-Peter Beck

Mitglieder: 366, davon 86 Aktive, davon wiederum 44 unter 18 Jahre

Weitere Infos unter http://www.mv-reichenbach.de

Autor: Wolfgang Beck