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28. September 2009 00:00 Uhr
Bundestagswahl
Emmendingen/Lahr: Peter Weiß gewinnt
Peter Weiß (CDU) und Alexander Bonde (Grüne) vertreten den Wahlkreis Emmendingen/Lahr auch im neuen Bundestag.
EMMENDINGEN. Mit 42,1 Prozent gewann Weiß trotz leichter Verluste die meisten Erststimmen und bleibt direkt gewählter Wahlkreisabgeordneter. Bonde auf Platz acht der Grünen-Landesliste errang sein Mandat über die Zweitstimmen.
Der Wahlkreis Emmendingen/Lahr spiegelt den Trend des Bundesgebiets wieder. Mit 34,6 Prozent der Zweitstimmen bleibt die CDU im Wahlkreis 283 zwar die weitaus stärkste Partei, doch sie musste Einbußen von 3,2 Prozentpunkten hinnehmen. Diese fielen aber im Vergleich zu den SPD-Verlusten noch glimpflich aus: Die Sozialdemokraten kamen am Sonntag auf nur noch 20,4 Prozent und damit auf 12,1 Prozentpunkte weniger als 2005. Deutliche Gewinne verbuchten FDP, Grüne und Linke. Die FDP verbesserte ihr Ergebnis um 6,3 Prozentpunkte auf 16,5 Prozent und kam der SPD im Wahlkreis bis auf knapp vier Prozentpunkte nahe. Auch die Grünen konnten mit drei Prozentpunkten deutlich zulegen; mit 14,6 Prozent belegten sie Rang vier. Die Linke erzielte Zuwächse von 3,7 Prozentpunkten und kam auf 7,6 Prozent.Personell hat die Bundestagswahl im Wahlkreis Emmendingen/Lahr also keine Überraschungen mit sich gebracht. Dass der Emmendinger CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß (53) bei den Erststimmen wie bereits 1998, 2002 und 2005 auch 2009 gewinnen würde, war unschwer vorherzusagen. Und da Alexander Bonde (34) – übrigens zu Lasten seines Bundesparteivorsitzenden Cem Özdemir – auf der Grünen-Landesliste für Platz acht nominiert wurde, war sein erneuter Einzug in den Bundestag wie 2002 und 2005 über die Zweitstimmen ebenfalls kein Zitterspiel.
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Beim Vergleich der Erst- mit den Zweitstimmen wird deutlich, dass alle Direktbewerber besser abschnitten als ihre jeweiligen Parteien im Wahlkreis oder gar im Bundesdurchschnitt – mit Ausnahme der FDP-Kandidatin Tilla Deter. Peter Weiß übertraf das CDU-Zweitstimmenergebnis um mehr als sieben Prozentpunkte, während bei Bonde die Differenz zum Grünen-Zweitstimmenergebnis 0,8 Prozentpunkte betrug. Doch Bonde konnte am Sonntag sein Erststimmen-Ergebnis von 2002 mit einem Zuwachs von 6,5 Prozentpunkten nahezu verdoppeln. Ganz anders sieht die Situation für den SPD-Kandidaten Johannes Fechner aus: Er büßte bei den Erststimmen 12,2 Prozentpunkte ein und erreichte 24,2 Prozent. Sein Ziel, den Abstand zu Weiß deutlich zu reduzieren, hat sich geradezu ins Gegenteil verkehrt.
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Autor: Hans-Jürgen Truöl


