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11. Juli 2008
ENTER: Fragen über Fragen: von den Wahlen bis zum Krieg
Die amerikanische Studentin Alix Levy besuchte das MPG und berichtete aus erster Hand über aktuelle Themen ihres Landes
LAHR. Rent an American – Begegnung zwischen Gymnasiasten und einer Amerikanerin im Auftrag des Carl-Schurz-Hauses Freiburg. Mit dem Namen dieses ironisch klingenden Programms hatte der Englischlehrer Heimfried Furrer uns, die Schüler der 11. Klasse des Lahrer Max-Planck-Gymnasiums, neugierig gemacht.
Hinter der Aufforderung stand die Möglichkeit der Begegnung und des Austauschs mit einer Amerikanerin, die im Auftrag des Carl-Schurz-Hauses, des Deutsch-Amerikanischen Instituts, Schülerklassen besucht. Das Treffen würde uns die Möglichkeit geben, Antworten auf unsere Fragen zum Land und zur Politik Amerikas zu bekommen.
Die 21-jährige Studentin Alix Levy beantwortete die ihr gestellten Fragen nicht nur ausführlich, sondern auch äußerst kompetent. Mit ihrer offenen und lockeren Art schaffte sie es, jegliche Distanz zu den Schülern abzubauen. Alix kommt aus Pennsylvania und verbringt ein Auslandssemester in Deutschland. Seit Januar ist sie schon hier und hat unter anderem viele Reisen nach Ungarn, Tschechien und Estland unternommen. Das Angebot des Carl-Schurz-Hauses nahm sie gerne an, da auch sie sehr am kulturellen Austausch interessiert ist. In Freiburg studiert sie derzeit Politikwissenschaften, bevor sie im September wieder in ihre Heimat zurückkehrt.
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Das Gespräch beginnt mit einem der aktuellsten Themen: den anstehenden Präsidentschaftswahlen. Alix Levy fragt die Schüler nach ihrer Meinung zu Persönlichkeiten wie Barack Obama, Hillary Clinton und John McCain. Doch es bleibt nicht nur bei diesem Thema. Von der Bush-Regierung bis Guantanamo, dem Terrorismus und dem Irakkrieg zeigt Alix ihr breit gefächertes Wissen und teilt bei so gut wie allem die liberale Einstellung der Schüler.
Von der Weltpolitik kommt man auch auf kulturelle Unterschiede zu sprechen. Sie habe nur sehr wenige negative Erfahrungen in Deutschland gemacht, meint die Studentin, die selbst deutsche Wurzeln hat. Oft führten Vorurteile zu einer Überbetonung der Unterschiede. Sie fühle sich in Freiburg wie zu Hause, nur die Überkorrektheit der Deutschen ärgere sie manchmal. Dass die Freiburger so umweltbewusst leben, freut sie, und das wünscht sie sich auch für ihre Gemeinde in Pennsylvania. Nur einmal zögert Alix Levy, als eine Schülerin sie fragt, was ihre ersten politischen Schritte wären, würde sie Präsidentin werden. Nach einer Weile spricht sie die Steuern und das Gesundheitsprogramm in den USA an. Ansonsten weiß Alix zu jedem Thema viel zu erzählen, sei es die Situation der Schwarzen in den USA, der Patriotismus oder das Recht auf Waffenbesitz.
Für uns waren diese zwei etwas anderen Englischstunden aus vielen Perspektiven ein Vorteil. Wir erfuhren nicht nur mehr Hintergründe zu aktuellen Themen in Amerika, wir übten gleichzeitig unser freies Sprechen und waren erstaunt, wie leicht wir ein Gespräch mit einer Muttersprachlerin führen konnten. Alle waren sich einig, dass die Idee "Rent an American" eine ausgezeichnete war, in Hinblick auf kulturellen Austausch, Horizonterweiterung und Lerneffekt.
Die Autorin ist Schülerin der Klasse 11 a am Max-Planck-Gymnasium.
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Autor: Alexandra Burke


