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21. März 2017

Erinnerung an viele Konzertreisen

Der Musikverein Sulz hat zum Auftakt des Jubiläumsjahres eine musikalische Zeitreise organisiert .

  1. Sulzer Musikerinnen und Musiker in ihren neuen Uniformen Foto: Heidi Fössel

LAHR-SULZ. Mit dem für ein Frühjahrskonzert nicht gerade traditionellen Motto "Unsere Uniform" ist der Musikverein Sulz am Samstagabend in das Jubiläumsjahr zum 130-jährigen Bestehen gestartet: Die Musikstücke im ersten Teil waren ein Spiegelbild der Erinnerung an Auftritte bei Konzertreisen, die die Blaskapelle in ihrer alten grün-schwarz-rostbraunen Uniform in mehrere Länder unternommen hatte.

Mit dem Vor- und dem Jugendorchester hat Nachwuchsdirigent Hans Burg das Publikum auf das Jubiläumskonzert eingestimmt. Nach den ansprechend vorgetragenen Melodien "Freude schöner Götterfunken", "Pavane in Blue", "The hey Song" und "Piraten der Karibik" verlangten die begeisterten Zuhörer nach Zugaben, die prompt gewährt wurden.

Mit der Michael-Geisler-Hommage an das Land der Berge "Terra di Montagne" startete das Hauptorchester seine musikalischen Erinnerungen an Konzertreisen der letzten vier Jahrzehnte mit einem Auftritt in Südtirol im Jahr 1976, um mit der "Französischen Rhapsodie" anschließen in Gedanken an das 1979 in der Lahrer Partnerstadt Dole gegebene Konzert zu versinken. Mit der Jacob-de-Haan-Komposition "Free World Fantasie" verband das Orchester unter Sven Bitterer die Erinnerungen an eine Konzertreise 1982 in die Niederlande.

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Unvergessen ist beiden Musikern eine viertägige Konzertreise durch Österreich im Jahr 1984 geblieben. Mit dem von Siegfried Translateur komponierten Walzer "Wiener Praterleben" erinnerte die Kapelle an ihren damaligen Auftritt im Stephansdom. Gleich zweimal (1986 und 1991) war die Sulzer Kapelle im Böhmerwald unterwegs; aus diesem Anlass wurde die Polka "Böhmische Träume" von Norbert Gälle gespielt. Mit dem "Hessenmarsch" verband die Kapelle eine Konzertreise zu den Musiker-Kollegen in Kelkheim/Taunus im Jahr 2011 und beendete damit den ersten Programmteil.

In der Pause werden die Uniformen ausgetauscht

In der Konzertpause ist die alte Dienstkleidung nach vier Jahrzehnten und rund 1000 Auftritten gegen eine neue, dezent blau-schwarze Uniform mit einer roten Weste ausgetauscht worden. Im zweiten Teil schrieb das Orchester einen klingenden Wunschzettel mit Zielen für künftige Konzertreisen. Bei einem Medley der beliebtesten James-Bond-Filmmelodien träumten die Musikanten von Moskau, London und Miami, um mit "Caribbean Clipper" auf eine Rundreise von den Bahamas nach Jamaika und Martinique zu schippern. Von italienischen Nächten träumte das Orchester gemeinsam mit Trompetensolistin Ines Schwendemann in dem Stück "Come back to Sorrento", um mit "Toto-Greatest Hits" die Sehnsucht nach Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten musikalisch zum Ausdruck zu bringen. Anstelle der traditionellen Wanderung auf den Hasenberg konnte sich die Kapelle unter dem Titel "African Symphony" eine Safari durch den zweitgrößten Erdteil vorstellen, um danach mit dem Medley "Italo Oldies" das Publikum aus allen Träumen zu reißen und unter dem Motto "Man wird ja mal träumen dürfen" auf den Boden der Realität zurückzukehren.

Mit ihren durchweg anspruchsvoll intonierten Blasmusikvorträgen hat die Kapelle beim blasmusikverwöhnten Publikum das Verlangen nach mehreren Zugaben geweckt, dem Dirigent Sven Bitterer und seine Musikanten gerne nachgekommen sind. Ein Sonderlob hatten sich auch die beiden Moderatoren Ines Schwendemann und Maurin Benz verdient.

Autor: Reiner Beschorner