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10. Juni 2017

Friedensforum ist gegen eine Munitionsfabrik

Resolution an den Gemeinderat.

LAHR (BZ). Das Lahrer Friedensforum hat eine Resolution zur möglichen Ansiedlung einer Munitionsfabrik auf dem Lahrer Flugplatz verabschiedet. Darin werden der Gemeinderat und Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller aufgefordert, das Projekt im Westteil des Lahrer Industrie- und Gewerbezentrums (IGZ) zu verhindern.

Das gesamte Zweckverbandsareal im Westen sei seit Beginn der Konversion ausdrücklich als Logistikzentrum ausgewiesen. Erst in jüngster Zeit sei das Ziel anvisiert worden, dort auch Produktionsfirmen anzusiedeln, heißt es in der Resolution. Konversion werde im allgemeinen Sprachgebrauch als die Umwidmung von Produktionsmitteln aus dem militärischen in den zivilen Bereich verstanden. "Es wäre ein Salto rückwärts, wenn nun wieder todbringende Industrie in Lahr angesiedelt würde", heißt es wörtlich. Das bereits prophylaktisch gestreute Argument, die zukünftig in Lahr produzierte Munition werde ausschließlich oder überwiegend an die baden-württembergische Polizei verkauft, deute bestenfalls auf ein noch vorhandenes schlechtes Gewissen hin.

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Baden-Württemberg leiste mit der Rüstungsfabrik Heckler&Koch im schwäbischen Oberndorf und einer Vielzahl an Rüstungs-Unternehmen am Bodensee bereits einen überproportionalen Anteil am deutschen Export von todbringenden Rüstungsgütern in alle Welt. Baden-Württemberg verursache damit zugleich die Flucht vieler Menschen aus den von Krieg und Terror überzogenen Ländern.

Die Resolution ist unterzeichnet worden von Klaus Schramm, Eda Siefert, Gerhard Siefert, Margot Flick, Christian Flick und Marieluise Rau.

Autor: bz