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16. Juli 2010

Garagenprojekt erfreut sich großer Lions-Hilfe

Für fast 10 000 Euro kann eine neue Küche eingebaut werden.

  1. Pizza backen geht schon in der neuen Küche. Vorn links Ullrich Böttinger, rechts daneben Gregor Mildenberger, dahinter Emil Zöller. Foto: fössel

LAHR (bko). Das vom Ortenaukreis getragene "Garagenprojekt" im Neuwerkhof 11, das junge Erwachsene mit erheblichen beruflichen Einstiegsproblemen betreut, kann sich auf nachhaltige Förderer stützen. So waren gestern Vertreter des Lions-Clubs Lahr/Ortenau gemeinsam mit Repräsentanten des überregional agierenden Lions-Fördervereins "Millions for Kids" gekommen, um symbolisch eine Spende von knapp 10 000 Euro zu überbringen, die letztlich die Anschaffung einer ganz neuen Küche ermöglicht.

Das hilft einerseits dem Garagenprojekt, die derzeit 24 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu verköstigen, andererseits aber auch die Qualifizierungsmöglichkeiten für hauswirtschaftliche Berufsfelder zu verbessern. In der Amtszeit des Lions-Präsidenten Gregor Mildenberger, der gestern zusammen mit Reinhard Teufel in den Neuwerkhof 11 kam, hatte es im April in der Reithalle Offenburg ein Wohltätigkeitskonzert mit der Big-Band "Surprise" von der Musikschule Offenburg/Ortenau gegeben, dessen Erlös dem Garagenprojekt und dem Bunten Haus in Offenburg zugute kam. Gemeinsam mit dem überregional für die Lions agierenden Förderverein "Millions for Kids", wurde der Betrag für das Garagenprojekt so aufgestockt, dass die neue Küche möglich wird. Dafür müssen allerdings noch im Haus einige Umbauarbeiten vorgenommen werden. Die jungen Erwachsenen dürfen anschließend auch noch die Küchenteile aus Holz selber fertigen. Past-Präsident Gregor Mildenberger hatte gemeinsam mit den Lions dafür gesorgt, dass mit dem Barerlös aus dem Konzert ein erheblicher Mehrwert erreicht werden konnte. Mit Eigenarbeit können die Einbauteile dann zu einem vollendeten Gesamten zusammengefügt werden, wofür Ullrich Böttinger, Leiter der Psychologischen Beratungsstelle des Ortenaukreises in Lahr , Danke sagt.

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Emil Zöller, der gemeinsam mit Bernd Lusch den Förderverein vertrat, betonte dabei die seit mehr als zehn Jahre anhaltende Unterstützung der Lions für das Lahrer Projekt. Mehrfach habe man größere Summen beigesteuert, um dem Projekt aus den Kinderschuhen zu helfen. Mittlerweile ist das Garagenprojekt finanziell gesichert. Neben dem Landkreis sind noch unterstützend dabei die Stadt Lahr, die Kommunale Arbeitsförderung, die Agentur für Arbeit, aber auch zum Beispiel die Theodor-Heuss-Schule, die Lehrer für den Unterricht beisteuert.

Dem Garagenprojekt, das räumlich im ehemaligen Stabsgebäude der Bereitschaftspolizei untergebracht ist, kommt dabei eine hohe soziale Erfolgsquote zu gute, denn 60 bis 80 Prozent der Betreuten können anschließend in eine weiterführende Schule (Hauptschulabschluss) oder in Arbeit und Ausbildung. Betreut werden sowohl schulpflichtige Jugendliche (Böttinger: "Schulverweigerer sind keine Bildungsverweigerer"). In jüngerer Zeit gebe es sogar den Wunsch, dass im Garagenprojekt mehr Unterricht als früher angeboten werden solle. Böttinger betonte, dass das Garagenprojekt die jungen Menschen dort abholen müsse, wo sie stünden, man müsse die Menschen nehmen, wie sie seien und dann gemeinsam nach einem neuer Zukunft suchen.

Autor: bko