Namen werden auf der Wand verewigt

Juliana Eiland-Jung

Von Juliana Eiland-Jung

Sa, 09. September 2017

Lahr

Im Treppenhaus des Stadtmuseums ist noch Platz für Spender.

LAHR. Baulich ist das neue Lahrer Stadtmuseum in der ehemaligen Tonofenfabrik so gut wie fertig, im Innern geht es jetzt um die Konzeption und die Umsetzung der Dauerausstellung, die unter anderem mit Spenden finanziert wird.

Der Förderverein Tonofenfabrik Stadtmuseum hatte zu einem Pressegespräch ins Treppenhaus der Tonofenfabrik eingeladen, um über den Stand des Spendenkontos zu berichten und zu zeigen, wie die Spender – wenn sie es denn wünschen – namentlich präsentiert werden. In mattsilbern glänzenden Buchstaben stehen nun einige Max Mustermanns und Maxime Musterfraus auf dem Aufzugschacht. Nicht zu aufdringlich, sondern edel wirkt die Gestaltung.

"Wer zur Eröffnung am 23. Februar 2018 auf der Wand verewigt sein möchte, muss seine Spende bis Mitte Oktober getätigt haben", erklärt der Vorsitzende des Fördervereins, Jürgen Frank. "Verewigt" ist dabei wörtlich gemeint, denn die Namen, deren Größe sich nach der Höhe der Spende richtet, werden dauerhaft angebracht. Bislang haben rund 100 Spenderinnen und Spender die Bedingung für eine Namensnennung erfüllt und mindestens 175 Euro gespendet. "Auch nach der Eröffnung geht die Arbeit des Fördervereins weiter", betont Frank. Es kann und soll also weiter gespendet werden, ein bis zweimal im Jahr wird die Spender-Namensliste im Treppenhaus ergänzt.

Museumsleiterin Gabriele Bohnert erläuterte, dass das Treppenhaus als Teil des "Kuratorischen Loops" – also des Rundgangs durch das Museum – der beste Ort für die Nennung der Spender sei. "Alle Besucher kommen hier vorbei, und es wird keine Ausstellungsobjekte im Treppenhaus geben, so dass die Namen auch wahrgenommen werden." Zudem habe das vierstöckige Treppenhaus noch "viel Luft nach oben" für weitere Namen.

Die Spenden werden für die Einrichtung der Dauerausstellung verwendet, unter anderem für die mediale Aufarbeitung und Präsentation der Exponate. 80 000 Euro hatte der Förderverein sich als Ziel vorgegeben, gut die Hälfte davon habe man schon zusammen, berichtete Schatzmeister Thomas Joachims. Darunter seien Großspenden unter anderem vom Druckhaus Kaufmann aus Anlass des 200-jährigen Firmenjubiläums, aber auch kleine Beträge von fünf oder zehn Euro.

Bürgermeister Guido Schöneboom wies darauf hin, dass das Interesse der Bevölkerung wachse, seit das Gebäude und der Platz davor so gut wie fertig sind. "Wir spüren viel Rückenwind und eine große Erwartungshaltung. Es war richtig, sich für dieses Gebäude zu entscheiden und hier ein neues Stadtmuseum einzurichten."

Info: Förderverein Tonofenfabrik Stadtmuseum Lahr e.V.; Kontakt: Gabriele Bohnert, Tel. 07821/ 910 0410, Internet: http://www.tonofenfabrik-foerdern.de Spenden sind steuerlich absetzbar; in drei verschiedenen Größen namentlich erwähnt werden Spender, die mindestens 175, 375 oder 675 Euro gespendet haben.