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31. Januar 2012
Obst und Gemüse für eine gesunde Ernährung
Grundschule Reichenbach, Förderverein und das Landratsamt haben gestern das europaweite Schulfruchtprogramm gestartet.
LAHR-REICHENBACH (wob). Um Kinder möglichst früh an eine gesunde Ernährung heranzuführen, hat die Europäische Union ein Schulfruchtprogramm aufgelegt, an dem die Grundschule in Reichenbach teilnimmt. Partner ist das Amt für Landwirtschaft. Die Patenschaft für die Lieferung von allwöchentlichem Obst und Gemüse für die Grundschulklassen hat der Förderverein der Schule übernommen. Die Kosten teilen sich die Projektträger.
Gestern startete das Programm, als eine vierte Klasse zwei Tragekörbe voller Obst und Gemüse entgegen nehmen durfte. "Die regionalen und saisonalen Erzeugnisse sind wesentlicher Teil des Schulfruchtprogramms", sagte Rainer Moritz vom Landratsamt Ortenaukreis. Der Amtsleiter freute sich über die Initiative des Fördervereins der Schule, der als Pate fungiert und zusammen mit den EU-Mitteln jeweils die Hälfte der Kosten für die gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse übernimmt.
Für den Förderverein seien dies Kosten pro Klasse und Woche von rund 200 Euro, rechnete die Vorsitzende Marion Himmelsbach vor. Seit 2010 gebe es das europäische Schulfruchtprogramm, so Moritz, der darüber informierte, dass die EU den Mitgliedstaaten hierfür jährlich rund 90 Millionen Euro für die Verteilung von Obst und Gemüse in Schulen und vorschulischen Einrichtungen zur Verfügung stelle. Die Hälfte der Kosten könnten aus EU-Mitteln gedeckt werden, so der Amtsleiter, die andere Hälfte übernehme im Fall der Grundschule in Reichenbach der Förderverein. 2,5 Millionen Euro wurde aus dem EU-Topf für Baden-Württemberg bereitgestellt, so die weitere Auskunft. Seit 2010 hätten bisher 100 000 Kinder an 470 Schulen in Baden-Württemberg daran teilgenommen, so Moritz weiter, außerdem 370 Kindertagesstätten. In der Praxis sehe das so aus, dass wochenweise eine Grundschulklasse mit Schulfruchtkörben versorgt werde.
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Neben den vier zweizügigen Klassen der Grundschule Reichenbach kämen auch die Hausaufgabenhilfe sowie die Teilnehmer des Mittagstischs in den Genuss des Programms, erläuterte Schulleiter Wolfgang Beck. Im Unterricht werde begleitend das Thema gesunde Ernährung vertieft. Ganz zur Freude der Elternbeiratsvorsitzenden Gitte Beck, die an der Obst- und Gemüseverteilung ebenso teilnahm wie Reichenbachs Ortsvorsteher Klaus Girstl.
Am Montag waren Äpfel, Karotten, Apfelsinen und Bananen in den Fruchtkörben. "Obst und Gemüse wechseln je nach Saison", verdeutlichte Reinhard Himmelsbach aus Seelbach, einer von 100 zugelassenen Lieferanten des Schulfruchtprogramms.
Autor: wob
