Dinglinger Hauptstraße

Polizei ermittelt Tatverdächtigen nach Brand in Lahr

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 22. Juli 2018 um 13:23 Uhr

Lahr

Nach einem Brand in Lahr hat die Polizei am Samstagnachmittag einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 30-Jährige soll das Feuer in der Dinglinger Hauptstraße gelegt haben.

Nach einem Brand im Dachgeschoss eines Gebäudes an der Dinglinger Hauptstraße konnte am Samstagnachmittag ein 30-jähriger Tatverdächtiger am Bahnhof in Lahr vorläufig festgenommen werden. Der Mann stehe im Verdacht, den Feuerwehreinsatz in der Dinglinger Hauptstraße verursacht zu haben, teilte die Polizei mit. Bei dem Feuer im Dachgeschoss des Mehrfamilienhauses musste am frühen Samstagmorgen eine Bewohnerin vom Dach gerettet werden.

In der Nacht zum Samstag war die Polizei bereits zwei Stunden vor dem Brandausbruch an derselben Wohnung im Einsatz, um einen Streit zu schlichten. Nach der Erteilung eines Platzverweises trennten sich die Wege des streitenden Paares. Nach derzeitigen Informationen war der Mann in den frühen Morgenstunden trotz des Platzverweises durch die Polizei wieder zum Haus zurückgekehrt. Dort soll er im Flur einen Gegenstand angezündet haben. Dadurch entwickelte sich ein Schwelbrand mit starkem Rauch.

Mann zeigte sich kooperativ

Ein Hausbewohner wurde durch einen Rauchmelder und Hilferufe auf das Feuer in dem Mehrfamilienhaus aufmerksam und verständigte gegen 4.30 Uhr die Rettungskräfte. Um sich in Sicherheit zu bringen, kletterte die Bewohnerin der Dachgeschosswohnung auf das Dach. Dort wurde sie über eine Schiebeleiter der Feuerwehr vom Hausdach gerettet und vorsorglich ins Klinikum Lahr eingeliefert, konnte dieses aber im Laufe der Tages wieder verlassen.

Auch die anderen Bewohner des Hauses mussten noch in der Nacht ihre Wohnungen verlassen. Die Feuerwehr Lahr hatte den Brand schnell unter Kontrolle und konnte die Löscharbeiten in den Morgenstunden einstellen.



Bei der Festnahme am Nachmittag stellte sich der tatverdächtige Mann den polizeilichen Maßnahmen und war kooperativ. Nach Abschluss wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Sachschaden könne derzeit noch nicht genau beziffert werden, hieß es laut Polizei. Nach ersten Schätzungen dürften er aber im fünfstelligen Bereich liegen.