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19. November 2009

Rot oder weiß? – Rosé steigt in der Gunst am stärksten

Im Stiftsschaffneikeller zeigte Walter’s Weinmesse einen Querschnitt durch ein aktuelles Angebot aus dem In- und Ausland

  1. Weg von schweren, alkoholreichen Weinen geht der Trend weiter hin zu leichten Tropfen, wie sich im Stiftsschaffneikeller zeigte. Foto: fössel

LAHR (jör). Klein, aber fein präsentierte sich die Weinagentur Walter’s Kellerei mit einer Weinmesse im Stiftsschaffneikeller. Ob Spätburgunder Rotwein aus dem Breisgau oder den "Marquez de Montemor" aus Spanien – auf der zweiten Weinmesse des Weinhändlers und Winzers konnten 168 Weine aus dem In- und Ausland verkostet werden. Rund 200 Besucher erlebten eine hohe Konzentration an Qualität. "Die Lahrer bekommen hier eine einzigartige Auswahl geboten", so Fritz-Thomas Walter. "Wir zeigen gut trinkbare Weine der gehobenen Preisklasse aus der ganzen Welt." Rund die Hälfte der Weine stammte aus Baden und Deutschland. Sechs Winzer aus der Region präsentierten ihre Weine selbst. Edle Tröpfchen aus der Spitzenpreisklasse wie der 2007er Durbacher Schloßberg Spätburgunder trocken, fanden sich ebenso wie Qualitätsweine, etwa ein Weißburgunder Barrique-Wein aus dem Breisgau. "Wir arbeiten eher mit kleineren Betrieben, denn die liefern eine höhere Qualität", erklärte Walter.

Das Ausland war sehr stark mit Weinen aus Spanien vertreten. "Als Spezialist für spanische Weine können wir hier unser breites Angebot bestens vorstellen", so Fritz-Thomas Walter weiter. Italienische und französische Weine, etwa aus Südfrankreich, fehlten aber auch nicht. Und aus Übersee konnten die Gäste Produkte aus Australien, Neuseeland und Argentinien über ihren Gaumen fließen lassen.

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"Der Trend geht nach wie vor weg von schweren, alkoholreichen Sorten, hin zu leichten und edlen Tropfen", weiß der Weinbauingenieur. Bei den Lahrern habe er beobachtet, dass sie stärker nach deutschen, speziell nach badischen Weinen fragen. Der Weintrinker hier sei eher konservativ, aber dennoch sehr aufgeschlossen für neue und ausländische Weine. Und die alte Geschmacksfrage, ob weiß oder rot, scheint sich langsam von selbst zu entscheiden: "Die Nachfrage nach Rosé-Weinen steigt am stärksten."

Dem neuen 2009er-Jahrgang traut der Weinexperte einiges zu. Die Bedingungen seien dieses Jahr ideal gewesen. Sonne und Regen habe es in einem sehr guten Verhältnis gegeben. "Die Reben wuchsen sehr sauber. Ich erwarte eine sehr hohe Qualität der Weine", hofft Fritz-Thomas Walter.

Autor: jör