SPD will die Renaturierung

Wolfgang Beck

Von Wolfgang Beck

Do, 03. August 2017

Lahr

Genossen befürworten die Aufwertung des Gereutertals und wollen notfalls in die Stadtkasse greifen.

LAHR-REICHENBACH. Die SPD Lahr will sich dafür stark machen, die Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Reichenbacher Gereutertals notfalls auch über den städtischen Haushalt zu finanzieren. Das wurde bei der SPD-Sommertour und einer Vor-Ort-Begehung mit Ulrike Stahl vom Amt für Öffentliches Grün und Umwelt deutlich.

Wie berichtet, hat die Stadt bei der Stiftung Naturschutzfonds rund 240 000 Euro beantragt. Die Summe würde von der Landesstiftung als Ausgleich für die Beeinträchtigung des Landschaftsbilds wegen der Windräder auf Raukasten und Steinfirst ausgeschüttet. Ulrike Stahl zeigte sich optimistisch, dass Lahr den Zuschlag für das Fördergeld erhält. Bei der Planung sei das Büro Endura in Freiburg, das Erfahrungen auf diesem Sektor besitze, mit im Boot gewesen. Gute Chancen bescheinigte den Lahrern auch das Regierungspräsidium, ohne die Entscheidung vorweg zu nehmen, schließlich seien auch Gengenbach und Hohberg im Rennen. "Wir sind gut aufgestellt", betonte Ortsvorsteher Klaus Girstl.

Die Lahrer SPD signalisierte ihre Bereitschaft, das Vorhaben der ökologischen Aufwertung unabhängig von der Bewilligung durch den Naturschutzfonds im Gemeinderat zu verfolgen. Im Bedarfsfall, so Hermann Kleinschmidt als finanzpolitischer Sprecher der Fraktion, will man im Haushalt der nächsten Jahre Geld für die Ausgleichsmaßnahmen einstellen.

Drei Schwerpunkte wurden bei der knapp zweistündigen kommunalpolitischen Sommertour der SPD unter die Lupe genommen. Oberste Priorität genieße das alte Wehr. Es soll wieder für Fische durchlässig gemacht werden. Neben einer ganzen Reihe weiterer Renaturierungen auf dem Golfplatz im Gereut, zu denen auch die Reduzierung des Nährstoffeintrags in die Gewässer gehört, soll der japanische Staudenknöterich bekämpft werden.

Im April 2018 entscheidet die Landesstiftung über die Förderanträge der Gemeinden. Entschieden wird dann auch, welche Gemeinden wie viel Geld bekommen. Die Bekämpfung des Knöterichs ist für 2018 vorgesehen und die Umsetzung der Kernmaßnahmen am Gereutertalbach für 2019.