Vereine äußern Wünsche

Wolfgang Beck

Von Wolfgang Beck

Sa, 01. August 2015

Lahr

Der FV Sulz will einen Kunstrasenplatz, der Imkerverein Lahr ein Heim / Die SPD ist vor Ort.

LAHR. Was haben Imker und Fußballer gemeinsam? Auf den ersten Blick recht wenig. Auf der Wunschliste der Vereine gibt es aber Parallelen, wie die Lahrer Sozialdemokraten zum Auftakt ihrer Sommeraktionen am Donnerstag in Sulz festgestellt haben. Denn der FV Sulz wie auch der Imkerverein Lahr steht vor großen Projekten und Investitionen. Die Fußballer wollen einen Kunstrasenplatz, die Imker ein repräsentatives Vereinsheim auf dem Gelände der Landesgartenschau.

"Wir wollen uns alles genau anschauen", sagte Roland Hirsch vor Ort in Sulz. Der SPD-Fraktionsvorsitzende zeigte zusammen mit den Genossen großes Verständnis für die Vorhaben der Vereine. Die Kommunalpolitiker gingen davon aus, dass beide Vereine die finanzielle Unterstützung der Stadt in Anspruch nehmen.

Beim FV Sulz, der den Sprung in die Landesliga schaffte, steht der Umbau des Hartplatzes in einen Kunstrasenplatz auf der Wunschliste. Der Vorsitzende Rochus Becherer bezifferte die Gesamtkosten auf rund 380 000 Euro. Den Aufwärtstrend des Fußballvereins, in dem 250 Aktive Sport treiben, darunter 180 Jugendliche, beschrieb Jürgen Binder. Die Vereinsführung ließ keinen Zweifel daran, dass für den Kunstrasenplatz viel Eigenleistung eingebracht wird. Die Vorstandsmitglieder machten den Sozialdemokraten klar, dass das große Trainings- und Spielaufkommen bei der Jugend und den Senioren eine Vereinsanlage mit drei intakten Plätzen notwendig macht. Der Antrag für den Kunstrasenplatz laufe bereits, so Becherer, auch die Vorstellungen für die Eigenleistungen wurden den Genossen präzise unterbreitet.

Die Sozialdemokraten signalisieren Unterstützung

Der FV Sulz rechnet mit einem Zuschuss des Badischen Sportbunds von 65 000 Euro. Die Umsetzung des Projekts wird für 2016 ins Auge gefasst. "Wenn Sulzer etwas anpacken, dann steht Engagement dahinter", lobte Hirsch die Aktivitäten. Bereits vor Ort wurde überlegt, 250 000 Euro in den Haushalt zu stellen. Hermann Kleinschmidt und Roland Hirsch signalisierten Unterstützung.

Von einer Win-Win-Situation gehen die Sozialdemokraten beim Vorhaben des Bezirksimkervereins aus, der nicht nur auf der Landesgartenschau Präsenz zeigen, sondern darüber hinaus ein Vereinsheim mit Lehrbienenstand im Lahrer Westen bauen will. Beim Lehrbienenstand stellten Vorstandsmitglieder die Pläne der LGS-Geschäftsführerin Ulrike Karl vor, die davon ausgeht, dass das Thema Bienen und Imker auch bei der Landesgartenschau zu einem Besuchermagneten wird. "Wir sind völlig offen für den Imkerstandort", sagte Karl, favorisierte aber den Seepark als ideales Gelände für die Bienenschau und den Infostand der Imker.

Sie haben auch schon konkrete Vorstellungen vom künftigen Vereinsheim samt Schulungsraum für 50 Personen. Es soll auch Schulklassen und Jugendgruppen als Anlaufstation dienen. Die Imker schätzten die Kosten für das in Ökobauweise zu errichtende Gebäude auf rund 100 000 Euro. Für den Verein stellte Karl strukturelle Voraussetzungen in Aussicht, also Strom- und Wasserleitungen nebst Zugangsweg, um ein Imkerhaus für die Schau und danach verwirklichen zu können.