Warten auf die Tempo-30-Zone

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 14. August 2017

Lahr

SPD informiert sich über Planung für die Sulzer Ortsmitte / Geld soll im nächsten Haushalt bereitgestellt werden.

LAHR (BZ). Die Lahrer SPD will sich für eine Neugestaltung und Aufwertung der Ortsmitte Sulz in den kommenden zwei Jahren einsetzten. Im Haushalt 2019 soll dafür ein Betrag von rund 950 000 Euro bereitgestellt werden. Am Donnerstagabend informierten sich die Genossen über den aktuellen Planungsstand.

Im Jahr 2020 werden die Sulzer das 750-Jährige feiern. In dem Jahr soll auch die Ortschronik von Walter Caroli fertiggestellt werden. Und in drei Jahren soll auch die historische Ortsmitte von Sulz in neuem Glanz erstrahlen, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Roland Hirsch im Pressebericht der SPD über den Besuch im Ortsteil. Der mit der Stadtverwaltung abgestimmte Fahrplan sieht vor, 2018 die Detailplanung anzugehen. 2019 soll das mehrfach verschobene Projekt zur Aufwertung der Ortsmitte dann endgültig umgesetzt werden. Die beim Ortstermin an der alten Trotte von Baubürgermeister Tilman Petters und Ortsvorsteher Rolf Mauch (Freie Wähler) vorgestellten Entwürfe müssen vorab allerdings noch einmal überarbeitet werden. Einfließen sollen auch die Ergebnisse eines Workshops am 21. Juli.

950 000 Euro soll das Projekt im größten Lahrer Ortsteil kosten. Es umfasst den Abschnitt zwischen der Bachstraße und der kleinen Kreuzung oberhalb der Sulzer Kirche. Hier soll die Fahrbahn verschmälert, die Kurve am Gasthaus Engel entschärft werden. Die Bordsteine sollen gepflastert, der Platz rund um die alte Trotte neu gestaltet werden, damit er auch als Ortsmitte wahrgenommen wird. Nachgedacht wird auch über eine Verlegung des Kaiserbrunnens und der Trotte selbst, die weiter nach hinten rücken könnte. Wünschenswert wäre dabei eine Einbeziehung der beiden Nachbargrundstücke mit der Filiale der Volksbank Lahr und einem privaten Wohnhaus mit Gartengrundstück. Die Stadt will sich hier noch einmal um einen Kauf der Gebäude und Grundstücke bemühen, auch wenn die Möglichkeiten begrenzt seien, schreibt Hirsch im Pressebericht der Lahrer SPD weiter.

Die Aufwertung der historischen Ortsmitte besitze für Ortsvorsteher Mauch höchste Priorität. Der Treffpunkt, der nicht nur von der Sulzer Jugend genutzt wird, solle deutlich an Aufenthaltsqualität gewinnen. Im Nachklang des Workshops soll aber auch darüber nachgedacht werden, die Maßnahme bis zum neuen Rathaus fortzusetzen und dort deutlich mehr Grünfläche entstehen zu lassen. Themen im Workshop waren auch die teilweise Öffnung des verdolten Augraben und Möglichkeiten zur Belebung des Platzes selbst.

Von den Mitgliedern der Lahrer SPD sei kritisiert worden, dass die von der Stadt beantragte Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 nur im Zusammenhang mit der Umgestaltung bewilligt wurde. "Wünschenswert wäre eine Ausweisung als Tempo-30-Zone bereits ab Beginn des kommenden Schuljahres", so Hirsch und Hermann Kleinschmidt mit Blick auf die vielen Fahrzeuge.