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19. März 2010 15:08 Uhr

Norbert Gauß geht, Ottmar Himmelbach folgt ihm

Wechsel bei Schneider Electric Lahr

An der Spitze der Schneider Electric Motion gibt es einen Wechsel. Nach sechs Jahren als alleiniger Geschäftsführer und insgesamt 15 Jahren im Haus, verlässt Norbert Gauß das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Sein Nachfolger wird um 1. Mai Ottmar Himmelsbach.

  1. Norbert Gauß (links) übernimmt mit 48 Jahren eine neue Herausforderung, Ottmar Himmelsbach wird neuer Geschäftsführer. Foto: Christoph Breithaupt

Ottmar Himmelsbach ist 51 Jahre alt, war bislang Werksleiter und ist seit 30 Jahren im Unternehmen tätig.

Gauß wechselt zum 1. Juli in den Vorstand eines mittelstandsgeprägten Industrieunternehmens im Raum München, wo er den Bereich industrielle Automatisierungstechnik verantwortet: Jahresumsatz mit 6400 Mitarbeitern weltweit eine Milliarde Euro. Gauß: "Ich übergebe eine Unternehmensgruppe, die der Krise mit all ihren Schwierigkeiten getrotzt hat, in den vergangenen Monaten wieder eine deutliche Steigerung des Auftragseingangs verzeichnet und mit einer klaren Ausrichtung auf eine gute Zukunft blickt".

Gauß und Ottmar Himmelsbach verweisen darauf, dass in den vergangenen zwei Jahren sowohl eine neue Generation von Elektromotoren entwickelt wurde wie eine dazu gehörende wesentlich – von der Handhabung her gesehen – einfachere elektronische Steuerung, deren Entwicklung 15 Millionen Euro gekostet habe. Dies wäre ohne Rückendeckung des Schneider-Konzerns nicht möglich gewesen. Damit habe man eine ideale Ausgangsbasis, um mit Schwung aus der Krise zu kommen. Außerdem werde Schneider Electric Lahr zum Kompetenzzentrum für den Bau von Elektromotoren. Dies eröffne die Chance, innerhalb von wenigen Monaten die derzeitige Produktion von 100 000 Stück mehr als zu verdoppeln. Darin enthalten ist eine Tranche von bis zu 100 000 Motoren, die ein anderer Anlagenhersteller benötigt, der sich für das neue Produkt entschieden habe. Die Neuentwicklungen und das Kompetenzzentrum Motorenbau seien eine Entscheidung von Tragweite für den Produktionsstandort Lahr. Gerade weil die Herstellung von Produkten in Deutschland unter Kostengesichtspunkten immer schwierig sei. Die Wirtschaftskrise des Jahres 2009 hat Schneider Electric Lahr beim Umsatz etwa 34 Millionen Euro gekostet, er lag letztlich bei 100 Millionen. Gauß und Himmelsbach betonten, dass man stolz darauf sei, trotz des Umsatzeinbruches niemanden habe entlassen zu müssen. Man sei mit vereinten Kräften über die Krise hinweggefahren. Gauß: "Unsere Mitarbeiter sind ein wichtiges Kapital."

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Autor: bko