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25. Mai 2012 16:38 Uhr
Jugend macht Zeitung
Wenn das Smartphone zum Ersatzhirn wird
Smartphones sind vor allem bei jungen Leuten heute allgegenwärtig – auch in Lahr. Die Jugendredaktion hat sich über Sinn und Unsinn dieses Trends Gedanken gemacht.
LAHR. Von 66 Befragten in einer aktuellen JuZ-Umfrage besitzen 36 ein Apple-Gerät. Zehn Jugendliche besitzen ein anderes internetfähiges Smartphone. 28 Jugendliche besitzen ein normales Handy, also kein Smartphone.
Die Umfrage zeigt, dass Smartphones bei uns immer häufiger gang und gäbe sind. Morgens weckt uns das Smartphone, im Schulbus aktualisieren wir noch einmal schnell unseren Facebookstatus und schlagen rasch ein paar Englischvokabeln im Internet nach. Bei manchen Jugendlichen entsteht beinahe eine Sucht, manche besitzen gar mehrere mobile Internetgeräte. Viele sagen, sie besitzen ein Smartphone oder einen mobilen Tablet-PC, weil sie es für nützlich halten. Aber dennoch stellt sich die Frage: Brauchen wir es überhaupt?
Ein Smartphone ist zunächst ein gewöhnliches Handy, mit dem sich telefonieren lässt, mit dem man Nachrichten schreiben und empfangen oder Musik abspielen kann. Mit Smartphones kann man aber auch im Internet surfen, sie bieten Zugang zu Funk-Netzen und lassen sich zum Minicomputer hochrüsten. Allerdings ist die Zusatzausstattung meist teurer als das Handy selbst: Eine coole Hülle kostet viel Geld, Programme, sogenannte Apps, addieren sich zu hohen Summen.
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Nicht nur das macht Smartphones für Jugendliche attraktiv. Durch den Druck, immer aktuell zu sein, haben Jugendliche ihre Welt mithilfe des Internets in dem kleinen Gerät immer dabei. Sie bieten ihnen mit ihrer Fülle an Funktionen sicherlich viele sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten. Wenn man außer Acht lässt, dass es auch Alternativen ohne Technik gibt, wie zum Beispiel Landkarten oder Wörterbücher, sind Smartphones eine sinnvolle Erfindung – solange wir nicht allzu abhängig davon werden. Wir denken nicht, wir googlen, das sollte nicht zu unserem Lebensmotto werden. Und Smartphones und Tablet-PCs sollten nicht zu unserem Ersatzhirn mutieren.
Autor: Juz-Redakteurin Leonie Lieberam



