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21. November 2009

Wenn’s um die Wurst geht, sind ihre Platten Gold wert

Metzgerei Lehmann feiert ihr 75-jähriges Bestehen

  1. Die Familien Lehmann im Jubiläumsjahr: (von links) Maike und Martin Lehmann, Gisela, Edgar und Horst Lehmann Foto: privat

  2. Seit 75 Jahren ein Begriff in Lahr – Metzgerei Lehmann Foto: wolfgang beck

LAHR (wob). Es wird ein großes Fest: Heute feiert das Lahrer Fleischerfachgeschäft Lehmann das 75-jähriges Bestehen. Die Wurzeln der Metzgerei Lehmann liegen in Kuhbach: Dort hatte das Ehepaar Emil und Hermine Lehmann 1934 das Fleischerfachgeschäft gegründet. Zwei Jahrzehnte führten die Großeltern des heutigen Firmenchefs die Metzgerei. 1954 erfolgte der Umzug nach Lahr in die Tramplerstraße 44, wo bis heute der Stammsitz des Geschäftes ist.

In zweiter Generation übernahmen 1968 die Söhne Edgar und Horst Lehmann den elterlichen Betrieb, der gleichzeitig renoviert wurde. Zunehmend entwickelte sich die Metzgerei zu einem weit bekannten Fleischerfachbetrieb, zu dem einst zwei Filialen in Lahr gehörten. Eine befindet sich heute noch in der Friedrichstraße 47.

In den 1980er Jahren erweitert, 2005 Bistro eingerichtet
Wichtiger Meilenstein für die Firma war die Erweiterung der Verkaufsfläche in der Tramplerstraße auf mehr als 80 Quadratmeter. Seit 1980 bietet die Metzgerei ein breit gefächertes Warensortiment aus überwiegend eigener Herstellung. Zu diesem Zeitpunkt zählten 28 Fachkräfte zum Mitarbeiterteam.

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Bei DLG-Qualitätsprüfungen sowie bei nationalen und internationalen Wettbewerben für kalte Platten, weiß der heutige Juniorchef Martin Lehmann gegenüber der BZ zu berichten, sei immer öfter der Name Lehmann unter den Preisträgern gewesen: Insgesamt errang die Lahrer Metzgerei 80 Goldmedaillen bei unterschiedlichen Prüfungen. Des Weiteren gab es zwischen 1983 und 1990 Prämierungen im In- und Ausland, so wurde der Europa-Cup von der Metzgerei Lehmann nach Lahr geholt. Auch Welt-Cup-Erfolge seien gelungen.

Mitte der 80er-Jahre war der Fleischerfachbetrieb auch in der Weiterbildung gefragt . So schrieben Edgar und Horst Lehmann Fachbücher über dieses Handwerk. Ferner wurden Lehrfilme über küchenfertige Fleischspezialitäten gedreht, die in der schulischen Weiterbildung im Fleischerhandwerk Eingang fanden. Das Wissen an andere weiterzugeben, sei stets die Devise von Horst und Gisela Lehmann gewesen, sagt Sohn Martin. So hielten die Eltern Fachvorträge und leiteten Seminare. Für ihr Können wurden sie im "Neuen Schloss" in Stuttgart mit der silbernen Staatsmedaille des Landes ausgezeichnet.

Ein weiterer Generationswechsel vollzog sich im Jahr 2002: Sohn Martin Lehmann übernahm den elterlichen Betrieb, der in eine GmbH überführt wurde. Erweitert wurde im gleichen Jahr der Dienstleistungsbereich um den Mittagessen-Service. Martin Lehmann eröffnete 2005 im hinteren Bereich des Ladengeschäfts ein Bistro mit insgesamt 16 Sitzplätzen. Um auch im Bereich der Produktion stets auf dem neuesten Stand zu sein, wurde auch immer wieder in neue Maschinen und Produktionstechniken investiert.

Autor: wob