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06. Juni 2010 17:52 Uhr

Abschluss

Landesturnfest in Offenburg: Friedlich, fröhlich, fulminant

Sportler und Musiker Seit' an Seit': Mit einem prächtigen Festzug durch die Innenstadt ist das Landesturnfest in Offenburg zu Ende gegangen. Es erntete Lob von allen Seiten.

  1. Mit viel Musik ging’s heute durch die Innenstadt. Foto: hrö

  2. Landesturnfest Foto: hrö

  3. landesturnfest Foto: hrö

  4. landesturnfest Foto: hrö

  5. Landesturnfest Foto: hrö

  6. landesturnfest Foto: hrö

  7. Landesturnfest Foto: hrö

  8. Landesturnfest Foto: hrö

  9. Landesturnfest Foto: hrö

  10. landesturnfest Foto: hrö

Der Meinung von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner dürften sich wohl die meisten Teilnehmer und Gäste anschließen – sie nannte das Turnfest "fulminant". Offenburg habe sich mit einer perfekten Darstellung quasi für weitere Aufgaben aufgedrängt, meinte Gerhard Mengesdorf, Präsident des Badischen Turner-Bundes.

Natürlich waren zahlreiche Sportler bereits am frühen Morgen abgereist, zuvorderst jene, die noch eine mehrstündige Heimreise vor sich und junge Schulkinder in der Delegation hatten – schließlich sollten die nach vier anstrengenden, aber auch sehr ereignisreichen Tagen heute wieder aufgeweckt in der Schule erscheinen.

"Heilbronn, Heilbronn, wir fahren nach Heilbronn"

Doch auch so reichte es zu einem knapp einstündigen, bunten Zug durch die City bis zum Rathaus, angeführt von der Offenburger Biedermeiergruppe und beschlossen von einer Delegation aus der nächsten Turnfeststadt. "Heilbronn, Heilbronn, wir fahren nach Heilbronn", skandierten zahlreiche Jungsportler der 120 .000-Einwohner-Stadt . Auch zahlreiche Ortenauer dürften jetzt schon voller Vorfreude an das nächste turnerische Landesevent 2012 denken. Thomas Stampfer, Chef des Ortenauer Turngaus, riet den Verantwortlichen angesichts der sommerlichen Temperaturen, welche seit Fronleichnam einer der Garanten für die erfolgreiche Veranstaltung waren: "Packt das Wetter ein! Wir freuen uns jedenfalls alle schon auf Heilbronn." Doch auch so werden den Turnern Baden-Württembergs in recht naher Umgebung die Events nicht ausgehen: Bereits ein Jahr später, 2013, lädt die Metropolregion Mannheim/Heidelberg zum Internationalen Deutschen Turnfest ein, und wenn die Stadtoberen Freiburgs grünes Licht geben, wird dort bereits 2014 das nächste Landesturnfest im südbadischen Landesteil veranstaltet.

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Radwenden und Salti im Minutentakt

Turner und Fechter, Leichtathleten und Faustballer, Akrobaten und Schwimmer: Viele, die seit Donnerstag an einem der unzähligen Wettkämpfe oder Meisterschaften teilnahmen, zogen gestern freudestrahlend durch die Stadt, manche mit Kostproben ihres turnerischen Talents: Radwenden und Salti im Minutentakt.

"Besser hätte das Fest nicht sein können", strahlte vor der Presse OB Schreiner, "wirklich grandios." Junge und ältere Menschen hätten ungemein viel Leben und Bewegung in die Stadt gebracht. Keine Spur auch von gereizter, stressiger Stimmung. Auch die Geschäftswelt und die Wirte dürften voller Zufriedenheit an die Festtage zurück denken: "Wir haben fast nur Lob gehört." Schreiner dankte auch den Anwohnern der Wettkampfstätten und Quartiere, dass sie die eine oder andere nächtliche Ruhestörung klaglos hingenommen hätten, nur wenige Beschwerden seien bei der Stadtverwaltung eingegangen.

Natürlich kann ein solches Fest auch immer mit Superlativen aufwarten. Hier ein paar hochinteressante Fakten: Neben 12 000 Sportlern waren 3000 Helfer im Einsatz, hinzu kamen mehrere tausend Gäste, welche die Abendveranstaltungen in der Innenstadt oder die Mitmachstationen auf dem Messegelände besuchten. Der Turnfestetat lag bei rund 1,2 Millionen Euro. Er sollte weitgehend durch Sponsorengelder und Teilnehmerbeiträge aufgefangen werden. Die Stadt Offenburg steuerte rund 100 000 Euro bei. Und Edeka war als Exklusivlieferant des Frühstücks im Einsatz. Beeindruckend die Lieferungen des Offenburger Unternehmens: 65 000 Brötchen, 36 000 Scheiben Brot, 1,2 Tonnen Konfitüre, 1,5 Tonnen Nutella, 3100 Kilo Butter, 5800 Kilo Käse, 10000 Joghurt, 2,8 Tonnen Äpfel, 3400 Liter Milch und 8100 Kiwis.

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Autor: hrö