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09. Februar 2012 10:44 Uhr
Wiedereröffnung
Ein Sternekoch fürs Schlössle in Laufenburg
Für das Schlössle in Laufenburg zeichnet sich eine erstklassige Lösung ab: Sternekoch Winfried Zumkeller will zusammen mit seiner Tochter das Haus übernehmen.
So glücklos die Stadt Laufenburg bisher mit der Verpachtung des Schlössles war, so verheißungsvoll und prominent ist die neue Lösung: Sternekoch Winfried Zumkeller, bislang Seniorchef des renommierten Hotels Adler in Häusern, und seine Tochter Stefanie stehen in den Startlöchern, das Haus am Heilig-Geist-Buckel zu übernehmen. Die Vertragsunterzeichnung ist für nächste Woche, die Wiedereröffnung für April geplant.
"Ich freue mich darauf, mit 60 noch mal was Neues zu machen. Das ist spannend und interessant", erklärte Zumkeller am Mittwoch auf Anfrage der Badischen Zeitung. "Von so etwas habe ich vor 40 Jahren geträumt, als ich dann von meinem Vater den Adler übernahm." Nachdem er im Adler, den er über Jahrzehnte hinweg erfolgreich mit einem Michelin-Stern geführt hatte, nun die Verantwortung an seinen Sohn Florian übergeben hat, geht Zumkeller "mit Freude" – und vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung des Gemeinderats – die Aufgabe in Laufenburg an. Pächterin wird Tochter Stefanie Zumkeller mit ihrem spanischen Mann Ivan Lagunas-Romeo sein, die bis 2011 in Madrid tätig waren, Winfried Zumkeller und seine Frau Zita wollen "im arbeitsintensiven Vorruhestand" an Bord sein. Die Zumkellers, zuletzt im Häuserner Chämi-Hüsle aktiv, wollen das Schlössle als "reines Restaurant" führen. "Ich liebe die gehobene regionale Küche, die badische Küche mit mediterranen Akzenten habe ich immer gepflegt", so Winfried Zumkeller. "Es soll für unsere Gäste schön und sehr gut sein, aber nicht in den Exklusivbereich gehen." Klar sei, dass in die obere Küche im Schlössle investiert werden müsse.Werbung
Nach der Sanierung für drei Millionen Euro war das Schlössle im April 2006 neu eröffnet worden. Derweil der Panoramasaal für Firmen-, Familien- und Gesellschaftsanlässe rege genutzt wird, harrt die Gastronomie seit mehr als drei Jahren eines Neuanfangs. Verhandlungen mit potenziellen Pächtern waren immer wieder gescheitert.
Vor zweieinhalb Wochen hatten sich drei Interessenten in einer nichtöffentlichen Sitzung dem Gemeinderat vorgestellt. Das Gremium beauftragte daraufhin die Verwaltung, mit einem der drei Bewerber konkret weiterzuverhandeln. Bei dieser Auskunft beließ es gestern auf Nachfrage der BZ auch Bürgermeister Ulrich Krieger. Ohne Angaben zu Namen zu machen, erklärte der Rathauschef lediglich: "Wir führen intensiven Pachtverhandlungen, die gut laufen."
Autor: Winfried Dietsche
