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06. Februar 2012

"Es waren viele kleine Wunder nötig"

Rappensteinhalle für 2,4 Millionen Euro saniert und feierlich eingeweiht / Neue Halle spart Energie / Turnverein freut sich.

  1. Der Architekt Martin Schuchter (links) und der Kommunalentwickler Roland Hecker (Mitte) übergaben Bürgermeister Ulrich Krieger den Schlüssel für die sanierte Halle. Die Stadt- und Feuerwehrmusik Laufenburg lieferte das musikalische Rahmenprogramm (unten). Foto: Michael Gottstein

  2. Foto: Michael Gottstein

LAUFENBURG. Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten hat Laufenburg nach Worten von Bürgermeister Ulrich Krieger den "Dreh- und Angelpunkt des Gemeinwesens" zurück, denn: "Kein Gebäude wird so intensiv genutzt wie unsere geliebte Rappensteinhalle". Insgesamt 2,4 Millionen Euro wurden in das "Herzstück der städtischen Gemeinschaft" investiert. Bei der Einweihung am Freitagabend appellierte der Rathauschef an die Nutzer, die Halle pfleglich behandeln, damit bis zur nächsten Sanierung wieder 40 Jahre vergehen mögen.

Dank der Sanierung wird der Energieverbrauch um 43 Prozent gesenkt. Alle Fenster wurden ausgetauscht, das Dach abgedichtet und ein Vollwärmeschutz installiert. "Wir haben uns schon 2009 auf den Weg gemacht, unsere Gebäude auf Vordermann zu bringen, denn damals hatten wir viele Fenster mit Einfachverglasung", meinte Krieger. Die Stadt habe insgesamt 630 000 Euro in neue Fenster investiert, ein Viertel davon entfielen auf die Stadthalle, die anderen drei Viertel auf Schulen, Kindergärten und weitere Gemeindeeinrichtungen. Er dankte dem Bund und dem Land für die Zuschüsse in Höhe von 880 000 Euro, die Laufenburg aus dem IVP-Programm, der Sportstättenförderung und dem Ausgleichsstock für die Sanierung der Rappensteinhalle bekommen hatte. Weiterhin dankte er seinem Vorgänger Roland Wasmer, aus dessen Amtszeit die ersten Gedanken stammten, den Gemeinderäten für deren Ideen und Anregungen – das Ergebnis ist der Multifunktionsbereich im Foyer – dem Planungsbüro ipm mit dem Architekten Martin Schuchter, den Rathausmitarbeitern sowie den 24 beteiligten Firmen. "Es waren viele kleine Wunder nötig, um den engen Zeitplan einzuhalten." Phasenweise musste Tag und Nacht und auch am Wochenende gearbeitet werden.

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Maßgeblichen Anteil an dem Projekt hatte der Kommunalentwickler Roland Hecker, der darauf hinwies, dass Laufenburg bereits 1982 in die Städtebauförderung aufgenommen worden war. Während damals Altstadt und Andelsbachtalstraße im Vordergrund standen, gehe es heute um die soziale Infrastruktur.

Die Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) lobte die Stadt für ihre "mutigen und in die Zukunft weisenden Entscheidungen". Die Hallensanierung sei eine "gute Investition", gerade mit Blick auf das Atomendlager, denn "die beste Energie ist diejenige, die man nicht verbraucht".

Der Architekt Martin Schuchter stellte die einzelnen Etappen der Sanierung vor. In den Jahren 2008 und 2009 wurden das Hallendach, die Verglasungen an der Nord- und Ostfassade und der Hallentrennvorhang erneuert. Anschließend erfolgten die Betonsanierung, die energetische Optimierung, der Anbau von Geräteräumen sowie die Verbesserung von Brandschutz und optischem Erscheinungsbild. Im Innenbereich wurden neue Elektroleitungen und ein neuer Küchenbereich installiert, die Lüftungsanlage saniert, Prallwände montiert und Bodenbeläge erneuert. Schließlich sanierte man den Tribünenbereich und gestaltete den Multifunktionsraum im Foyer. "Nur für zwei Monate musste die Halle geschlossen werden", erklärte Schuchter und übergab Bürgermeister Krieger die symbolischen Schlüssel in Form von Laugengebäck.

Murgs Bürgermeister Adrian Schmidle, dessen Gemeinde mit der jüngst abgeschlossenen Sanierung der Murgtalhalle einen ähnlichen Weg beschritten hatte, gratulierte Laufenburg und überbrachte als Geschenk einen Ball, der als überdimensionales Bonbon verpackt war. Auf Stadtammann Rudolf Lüscher aus Laufenburg (Schweiz), wo man in diesem Jahr mit dem Bau der neuen Stadthalle beginnen wird, wirkt die neue Rappensteinhalle "elegant für eine Sporthalle und sportlich für eine Konzerthalle". Während die Halle in der Nachbarstadt als Konzert- und Eventsaal geplant wird, nutzt man das Gebäude auf dem Rappenstein vor allem für Sport. Der Turnverein Laufenburg werde davon reichlich Gebrauch machen, meinte dessen Vorsitzende Christiane Schwindt und bekannte: "Ich bin total begeistert von der Halle."

Nach den Ansprachen segneten die Pfarrer Klaus Fietz von der katholischen und Detlev Jobst von der evangelischen Gemeinde die Halle. Weitere Gäste beim Empfang waren der Landtagsabgeordnete Alfred Winkler (SPD), die Bürgermeister von Albbruck, Dogern und aus dem Kleinen Wiesental, Gemeinderäte aus beiden Laufenburg sowie Carola Schmidt in Vertretung des Landrates. Die Stadt- und Feuerwehrmusik unter Leitung von Manuel Wagner umrahmte die Feier.

Autor: Michael Gottstein