Grundschule gibt’s bald auch ganztags

Gerd Leutenecker

Von Gerd Leutenecker

Do, 09. Juni 2016

Laufenburg

Laufenburg kann Eltern für Einführung in Rhina gewinnen.

LAUFENBURG. In Laufenburg kann die Ganztagsgrundschule kommen. An der Hebelschule in Rhina als Standort sind die Vorbereitungen weit gediehen, die Stadt kann auf den Antrag für den Start im Schuljahr 2017/18 hinarbeiten. Bei einem Infoabend für die Eltern am Dienstag im Bürgerhaus Nord in Rotzel gab es von rund 65 Interessierten keine ernsthafte Kritik, nachdem Konrektorin Stefanie Brand ausführlich alle Details und Entscheidungsgrundlagen nach dem – im April vom Laufenburger Gemeinderat beschlossenen – Prinzip der Freiwilligkeit erläutert hatte.

Stadt und Schule arbeiten erkennbar zielgerichtet und konstruktiv auf die Realisierung der Ganztagsgrundschule an der größten Grundschule in Laufenburg als Teil zwei des Betreuungskonzepts für Kinder zwischen einem und zehn Jahren hin (Teil eins, für Jungen und Mädchen bis sechs, wird bereits umgesetzt). Zusammen mit dem Schulamt wurden die Weichen gestellt.

In der Veranstaltung in Rotzel wurde deutlich, dass ein Großteil der Eltern die bestehenden Strukturen der regulären Grundschulen in Laufenburg fortgeführt wissen will. Ortsteilnahe und Halbtagsgrundschulen sollen denn auch in bewährter Form bestehen bleiben und nicht beschnitten werden. "Wir fangen mit kleinen Schritten an", sagte Brand.

Es sind an drei Tagen sieben Stunden geplant. Die Hebelschule Rhina hat sich auf Montag, Dienstag und Donnerstag festgelegt. Am Mittwoch bleibt der Nachmittag traditionell frei, Freitagnachmittag wird nicht mit einbezogen. In die vorgestellten Stundenverteilungspläne sind schon die Unterrichtskonzepte, Kernzeitbetreuungen und Pausenregelungen eingearbeitet. Zur rhythmisierten Tagesstruktur gehören die Frühbetreuung und Essensausgabe (gegen Gebühr).

Schulrätin Judith Maier hatte mit Brand noch (rechtliche) Detailvorgaben erklärt. Nach den bisherigen Erhebungen – die Eltern der derzeitigen Kindergartenkinder wurden bereits mit einbezogen – sind zwei Ganztagsklassen möglich.

Nach dem Stand des Interesses würde es zwei Klassen geben

Mit 42 Kinder, also etwa 20 Prozent aller im Grundschulalter, wird für die Ganztagsbetreuung gerechnet. Eine Zahl, die sicherlich noch wachsen werde, wie Bürgermeister Ulrich Krieger ausführte. Der Zeitgeist gehe in diese Richtung.

Ein Elternteil wollte wissen, warum es nur an drei Tagen eine Ganztagsbetreuung gibt. Als Antwort wurde auf die tatsächliche Nachfrage verwiesen sowie auf die Angebote anderer Bildungsträgereinrichtungen und Vereine. Die Sorge der Eltern, dass die gelebte Struktur der traditionellen Grundschulen beschnitten werde, wurde von Schulrektor Josef Droll-Lehner ausgeräumt. Kein Kind müsse in die Ganztagsgrundschule. Wer aber angemeldet ist, muss dann auch dreimal kommen.

Für die Einführung einer Ganztagsgrundschule in Laufenburg ab September 2017 ist zur offiziellen Anmeldung zum 1. Oktober die verbindliche Aussage bei einer erneuten Umfrage nötig. Dabei wird auch eine Festlegung über Früh und Anschlussbetreuung abgefragt.