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15. März 2010

Im Pfarrheim gab’s kein Halten mehr

"Wenn der Hahn kräht auf dem Mist . . .": Mit Erfolg inszenierte die Theatergruppe des FC Binzgen den Schwank in drei Akten.

  1. „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist ...“ Bei dem Schwank kann sich das Publikum vor Lachen kaum halten. Szene mit Conny Schwab-Stoll, Johann Scheible und Harry Dragansaki (von links) Foto:  Sandra von Appen

LAUFENBURG. Schon bevor sich der Vorhang für das Theaterstück "Wenn der Hahn kräht auf dem Mist ..." öffnete, herrschte beim Publikum im Laufenburger Pfarrheim Heilig Geist eine ausgelassene Stimmung. Als es dann so weit war, gab es kein Halten mehr. Der Schwank in drei Akten von Erich Koch wurde von der Theatergruppe des FC Binzgen erfolgreich inszeniert.

Zur Einleitung in den ersten Akt und um zu testen, was denn die Zuschauer alles über das Stück (siehe auch BZ vom vergangenen Samstag) und den Fußballclub wissen, stapfte ein als Hahn verkleideter Akteur durchs Publikum, stellte Fragen und animierte die Zuschauer zum Krähen. Als der Hahn seine Bestätigung hatte, dass keiner so toll kräht wie er, betraten die Darsteller die Bühne.

Hans Trinkhaus (Heiko Dobler) hat bei einem Kartenspiel mit Karl Huber (Christof Böhler) seine Frau Beate (Conny Schwab-Stoll) und seinen Bauernhof verloren. Diese Abmachung wurde auf einer Serviette festgehalten. Doch glücklicherweise gibt es auch ein Schlupfloch: Wenn Bauer Hans innerhalb von drei Tagen stirbt, wird die Abmachung hinfällig. So kam seiner Frau Beate die Idee, ihren Mann mit einem Narkosemittel (das noch von der Kastration eines Stiers übrig war) zu betäuben, bis sich die Lage gebessert hat. Das Dumme war nur, dass Hans gerade jetzt eine Erbschaft persönlich antreten soll. Die Erbschaft in Höhe von 500 000 Euro bekommt Hans allerdings nur, wenn er seiner Frau im Beisein des Notars Alfred Hähnlein (Harry Draganski) gesteht, dass er einen unehelichen Sohn hat. Somit schlüpft Knecht Max Knüppeldick (Johann Scheible) in die Rolle des Hans. Doch wie das Leben so spielt, wacht Hans frühzeitig aus dem Tiefschlaf auf und kontrolliert nun als Frau verkleidet das Geschehen. So erlebt er mit, wie die abergläubische Magd Hanna Huscher (Daniela Leuenberger) bei jedem Hahnenschrei über einen anderen Mann herfällt – denn schließlich steht in ihrem Horoskop: Wenn der Hahn kräht, steht sie vor ihrem Lebenspartner. Unterdessen verzweifelt seine schwangere Tochter Karin (Marisa Eschbach), da sie glaubt, Karl, der Vater ihres Verlobten Nico (Helmut Riemke), sei auch ihr Vater. Vroni Schlupfloch (Sarah Winands bei ihrem Debüt auf der Bühne) sucht mittels einer langen grünen Unterhose ihren Vater und findet ihn schließlich in dem Knecht Max. Diddi Dattel (Philipp Scheible), der schwule uneheliche Sohn von Hans, schließt sich Karl an, der dann plötzlich seine weibliche Seite entdeckt.

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Regie führte Daniela Winkler, sie ist bereits seit 19 Jahren dabei. Um die Maske und die Kostüme kümmerte sich Simone Baumgartner. Für die Technik war Karl Süffert verantwortlich und für die Kulisse Norbert Schäuble und sein Team.

Autor: Sandra von Appen