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12. März 2010
Pfarrgemeinderatswahl: Für 40 Sitze gibt es 45 Bewerber
Bei Pfarrgemeinderatswahl in Seelsorgeeinheiten Laufenburg und Murg / In den Kernpfarreien machten 2005 nur gut elf Prozent mit.
LAUFENBURG/MURG. "Mach mit! Gemeinde braucht Ihre Stimme." Unter diesem Slogan sind alle Katholiken ab 16 am Wochenende zur Wahl der Pfarrgemeinderäte aufgerufen. In Laufenburg und Murg, wo es 45 Kandidaten für 40 Sitze gibt, war 2005 unter 7800 Berechtigten die Beteiligung mäßig gewesen: Die Quote reichte vom Höchstwert von 25,5 Prozent in St. Martin Luttingen bis zu den Tiefstmarken von 11,3 in St. Magnus Murg (mit Niederhof) und 11,1 in Heilig Geist Laufenburg.
Vor dem Urnengang am Samstag, 13., und Sonntag, 14. März, hält sich in der Seelsorgeeinheit Laufenburg angesichts eines Tableaus von 27 Bewerbern für 26 Sitze die Spannung in Grenzen. Nur in der Luttinger Pfarrei St. Martin, wo sich neun Kandidaten um acht Sitze streiten, wird ein Bewerber oder eine Bewerberin außen vor bleiben. Sonst treten durchweg genau so viele Katholikinnen und Katholiken an, wie Sitze zu vergeben sind. Klar in der Überzahl sind die Frauen: 17 Bewerberinnen stehen zehn Bewerbern gegenüber. In Heilig Geist sind sechs Pfarrgemeinderatsmitglieder zu wählen. War es bisher eine reine Frauenrunde, so stehen nun auch zwei Männer auf dem Zettel. In Luttingen sind ebenfalls zwei Männer mit im Rennen. In der Hochsaler Pfarrei St. Pelagius werden in echter Teilortswahl je drei Mitglieder aus Binzgen, Hochsal, Rotzel und Albbruck-Schachen gewählt. Fest steht schon, dass die Gremien anders aussehen werden als bisher. Von den bisherigen Amtsinhabern kandidieren nur 15 wieder. In Luttingen ist die Quote mit sechs von acht am höchsten. Bei der Wahl im November 2005 hatte die Beteiligung in Laufenburg 11,1, in Luttingen 25,5 und in Hochsal 17,5 Prozent betragen.Werbung
Das Wahllokal der Pfarrei Heilig Geist im Pfarrheim ist am Sonntag von 8.30 bis 11.30 und von 15 bis 16.30 Uhr geöffnet, in der Marienkirche Rhina kann am Sonntag von 13.30 bis 14.30 Uhr gewählt werden. Für die Pfarrei Luttingen steht die Wahlurne im Pfarrhaus; das Wahllokal ist geöffnet am Samstag von 17 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 14 Uhr. In St. Pelagius Hochsal kann in den Wahllokalen im ehemaligen Rathaus Binzgen, im Pfarrhaus Hochsal, im Rathaus Rotzel und im Kindergarten Schachen am Samstag von 16.30 bis 17.30 Uhr und am Sonntag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr die Stimme abgegeben werden.
Die Pfarrgemeinde St. Martin lädt zudem zu einer Wahlparty ein. Am Sonntagnachmittag ab 16 Uhr können Interessierte im Luttinger Pfarrhaus bei einem Apéro die Wahlergebnisse aus erster Hand erfahren und diskutieren.
Elf Frauen und sieben Männer kandidieren für den 14 Mitglieder zählenden Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Murg. Neun Frauen und Männer aus der Pfarrei Murg und fünf aus der Pfarrei Hänner werden dem erstmals gemeinsamen Gremium angehören, das nach den Regeln der echten Teilortswahl gewählt wird. Für Murg und Niederhof stehen zwölf Kandidaten zur Wahl, für Oberhof und Hänner sechs. Halten sich in der Pfarrei Murg Männer und Frauen die Waage, so sieht sich in Hänner Bernhard Baier fünf Frauen gegenüber. In beiden Pfarreien stellt sich die Hälfte der bisherigen Mitglieder der Wiederwahl. In Murg steuert Michael Hikisch, der von 1995 bis 2005 im Pfarrgremium war (und eine Zeit lang auch als Vorsitzender fungierte), ein Comeback an. 2005 gingen in Murg und Niederhof 11,3, in Hänner und Oberhof 20,7 Prozent zur Wahl.
Die Wahllokale sind so geöffnet: in Murg im Magnushaus am Sonntag von 9.30 bis 10.30 und von 11.30 bis 14 Uhr; in Niederhof im Kindergarten am Samstag von 17.30 bis 18.30 und von 19.15 bis 20.15 Uhr sowie am Sonntag von 8 bis 9 und 10 bis 14 Uhr; in Hänner im Pfarrsaal am Samstag von 17.30 bis 18.30 und von 19.15 bis 20.15 Uhr und am Sonntag von 10 bis 14 Uhr; in Oberhof im Rathaus am Sonntag von 10 bis 14 Uhr. Alle Stimmbezirke werden hernach im Pfarrsaal von Hänner öffentlich ausgezählt. Die Ergebnisse werden gegen 16 Uhr vorliegen.
In Murg schließt sich nach Ende des Gottesdiensts gegen 11.30 Uhr der Suppensonntag im Magnushaus an. Mit dem Verkauf von Kartoffelsuppe, Gemüsesuppe und Wienerle sowie Kaffee und Kuchen will der Pfarrgemeinderat zur Finanzierung einer Wallfahrt der Ministranten nach Rom beitragen.
Autor: Winfried Dietsche
