Staus unausweichlich

Verkehrsengpass bis Oktober 2020 in Laufenburg in der Schweiz

Marc Fischer

Von Marc Fischer

Fr, 11. Januar 2019 um 14:15 Uhr

Laufenburg

Am Montag beginnen in Laufenburg/Schweiz die Arbeiten zur Sanierung der Kantonsstraße. Die Ortsdurchfahrt wird für 20 Monate eine Baustelle sein.

Die Ortsdurchfahrt von Laufenburg/Schweiz zu passieren, wird für mehr als eineinhalb Jahre erschwert sein. Am kommenden Montag beginnen – nach erheblicher Verzögerung – die Arbeiten zur Sanierung der Kantonsstraße 130. Bis Oktober 2020 ist die Ortsdurchfahrt abschnittsweise nur einspurig möglich.

Wären die ursprünglichen zeitlichen Prognosen eingetroffen, wäre die K 130 in Laufenburg – Basler- und Winterthurer Straße – bereits fertig saniert. Denn als die Laufenburger Stimmberechtigten 2007 und 2009 zwei Kredite guthießen, ging man von einem Baustart im Jahr 2013 aus. Einsprachen, Einwendungen und Gerichtsverfahren verzögerten den Start dann aber immer wieder.

Vorausgesetzt, dass es am Wochenende nicht noch einen größeren Wintereinbruch gibt, geht es am kommenden Montag nun aber wirklich los, wie der Projektleiter der kantonalen Abteilung Tiefbau, Andreas Drohomirecki, sagt. Die Stadt ist froh über den bevorstehenden Baustart. Es werde nun ein weiterer Meilenstein erreicht und die lang erwartete Realisierungsphase eingeläutet, erklärt Stadtschreiber Marco Waser.

Die Bauarbeiten beginnen gleich an zwei Orten. Einerseits auf dem Burgmattparkplatz, wo Werkleitungen saniert werden, und andererseits beim Werkhof der Gemeinde nahe der Abzweigung in Richtung Stadthalle. Von dort aus wandert die Baustelle auf der Kantonsstraße in den nächsten gut 20 Monaten westwärts bis zum Ortsausgang.

Gebaut wird laut Drohomirecki auf den rund 200 Meter langen Abschnitten jeweils nur auf einer Straßenseite. Die Verkehrsregelung erfolgt über eine Ampelanlage. "Im Weiteren ist vorgesehen, den Verkehr in den Stoßzeiten durch einen Verkehrsdienst zu regeln", erläutert Drohomirecki. Sollte eine verschärfte Stausituation eintreten, könne die Präsenzzeit angepasst werden. Dass es zu Staus komme, sei wohl unausweichlich, sagt Waser. Die Stadt Laufenburg erwarte deshalb "eine speditive Bewältigung der Tiefbauarbeiten gemäß definiertem Zeitplan". Für die Bevölkerung der ganzen Region sei es wichtig, dass die Bauzeit möglichst kurz gehalten werde.

Der von Waser erwähnte Zeitplan sieht vor, dass die Bauarbeiten bis Oktober 2020 dauern. "Der Deckbelag kann dann im Sommer 2021 eingebaut werden", so Drohomirecki. Man werde alles daransetzen, "die Behinderungen auf ein Minimum zu beschränken".

Die Abzweigung nach Kaisten und Frick bekommt eine Ampel

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird sich die Verkehrssituation im Laufenburger Innerortsbereich neu präsentieren. Bei der Abzweigung in Richtung Kaisten und Frick wird eine Lichtsignalanlage installiert. Zudem erhält die Kantonsstraße von dieser Kreuzung bis etwa zum Schulhaus Burgmatt einen Mehrzweckstreifen. "Dies vereinfacht das Abbiegen", so Drohomirecki. Weiter gibt es künftig nur noch eine rechtwinklige Einmündung von der Altstadt auf die Kantonsstraße. Beim Schwertlisturm, wo zur Vorbereitung der Bauarbeiten bereits eine alte Liegenschaft abgerissen wurde, entsteht eine Grünfläche mit Sitzgelegenheiten, "sodass der Turm künftig viel besser zur Geltung kommt", wie der Projektleiter sagt.

Der Ausbau mit Fußgängerschutz und die Belagssanierung kosten insgesamt 6,8 Millionen Franken. Der Gemeindeanteil beträgt rund drei Millionen. Für die Stadt kommen die Kosten für die Sanierung der Versorgungsleitungen hinzu.