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12. August 2017

Marie-Laurence Jungfleisch: "Ich will eine Medaille gewinnen"

Marie-Laurence Jungfleisch steht im Hochsprung-Finale.

  1. Marie-Laurence Jungfleisch Foto: dpa

LONDON (dpa/gg). Im Hochsprung ist das Körpergewicht eine Wissenschaft für sich. Deshalb hat die aus Freiburg stammende Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch seit März eine Ernährungsberaterin, wie sie der BZ schon im Frühjahr erzählte. "Ich kann normal essen, auch wenn ich auf manches verzichten muss, hungern muss ich nicht", sagt die laut deutscher WM-Teambroschüre 1,81 Meter große und 68 Kilo schwere Athletin.

"Zwei Meter sind eine Schallmauer. Ich hoffe, diese Höhe wieder springen zu können", so die 26-Jährige, deren Bestleistung seit 2016 exakt bei zwei Metern liegt. "Ich kann das auch. Nur wann, ist die Frage." Am liebsten bei der WM an diesem Samstag (20.05 Uhr) im Finale: "Ich will eine Medaille gewinnen."

Dass Maria Lasizkene, die nach dem russischen Doping-Skandal als neutrale Athleten antreten muss, in dieser Saison 13 Mal zwei Meter überquert hat, minimiert ihr Selbstbewusstsein nicht: "Ich versuche dennoch zu gewinnen." Gefragt, was sie von der russischen Überfliegerin ("Krasses Niveau") mit dem Ex-Namen Kutschina hält, antwortete Jungfleisch vielsagend: "Darüber möchte ich nicht reden."

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In der Qualifikation am Donnerstag wären die 1,92 Meter fast ihre Endstation gewesen, sie schaffte die Höhe erst im dritten und letzten Versuch. Wegen Achillessehnenproblemen konnte sie nur eingeschränkt Technik trainieren und hatte Schwierigkeiten beim Anlauf.

Die ausgebildete Erzieherin ist seit 2013 bei der Bundeswehr und kann unter Profibedingungen den Sport betreiben. Bis zu den Sommerspielen 2020 in Tokio will sie mindestens weitermachen. Ein Olympia-Start 2024 in ihrer Geburtsstadt Paris hätte aber auch einen Reiz. "Vielleicht. Ich bin recht verletzungsfrei – und noch jung", sagte Jungfleisch.

Autor: dpa