Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

14. März 2009

Sind Sie fit für den Halbmarathon?

BZ-SERIE (TEIL V): Sie möchten am 29. März die kleine Schleife durch Freiburg laufen? Wir sagen Ihnen ob das eine gute Idee ist

  1. Foto: Wessam Eldeeb

  2. Wissen wo’s lang geht ist wichtig in der Trainingsphase eines Halbmarathons. Foto: Fotolia/Seeger

FREIBURG. Einen Marathon zu laufen trauen Sie sich nicht zu. Aber einen halben? Das muss doch drin sein – auch als Laufanfänger! Dabei verlangt ein Halbmarathon eine ähnlich gewissenhafte Vorbereitung wie ein ganzer. Finden Sie heraus, welcher Lauftyp Sie sind und ob Ihre Fitness ausreicht, um 21 Kilometer am Stück zu laufen.

1. Wie oft trainieren
   Sie pro Woche?

a) Verzeihung, in meinem Fall macht es mehr Sinn zu fragen: Wie oft im Jahr?
b) Ich treibe regelmäßig Sport, laufe allerdings nicht regelmäßig. Seit kurzem ein-, zweimal die Woche.
c) Drei- bis viermal die Woche

2. Wie viele Kilometer
     laufen Sie pro Woche?
a) Gefühlte 100, aber wahrscheinlich sind es – leicht aufgerundet – zehn. Oder naja, sagen wir fünf.
b) 30?
c) 40, mal auch 50.

3. Wie lange trainieren Sie schon?
a) Die mentale Vorbereitung schließe ich derzeit ab, demnächst geht es ans Laufen.

Werbung

b) Seit zwei bis drei Monaten etwa.
c) Ich habe schon im Sommer vergangenen Jahres angefangen zu laufen.
4. Wie geht’s Ihnen beim Laufen?
a) Ich schnaufe wie ein Walross, das Seitenstechen ist unerträglich, aber es wird.
b) So weit so gut, nach anderthalb Stunden reicht es mir aber.
c) Gut, ich kann mich gut unterhalten und fühle mich danach nicht völlig fertig.
5. Was war Ihr längster
   Lauf in der Vorbereitung?

a) Büro – Kantine – Büro. Nein, kleiner Scherz. Vielleicht fünf Kilometer?
b) Einmal habe ich 15 Kilometer geschafft.
c) Kilometer weiß ich nicht genau. Aber am vergangenen Wochenende bin ich zwei Stunden gelaufen. Hat Spaß gemacht.

6. Herzbeschwerden, Atemnot,
   Fettleibigkeit - Kennen Sie das?

a) Ja. Und?
b) Haben Sie etwas gegen ein bisschen Übergewicht?
c) Nein, ich fühle mich gesund. Vor zwei Wochen hatte ich eine leichte Erkältung, aber die ist wieder weg.

7. Wie fühlen Sie sich nach
    einem Zehn-Kilometer-Lauf?

a) Ich freue mich darauf, mit dieser Erfahrung am Vorabend des Halbmarathons Bekanntschaft zu machen.
b) So weit topfit, aber wenn ich mir vorstelle, dass ich das jetzt alles noch mal laufen müsste ...
c) Wenn ich langsam laufe, dann gut. Und durchaus bereit für die nächsten zehn Kilometer.

8. In welchen Zustand
    ist Ihre Laufausrüstung?

a) Ich werde pünktlich zum Startschuss in meine neuen Laufschuhe schlüpfen. Um sie zu schonen, habe ich bislang in den alten Bergwanderstiefeln meines Opas trainiert.
b) Ich habe drei, vier Jahre alte Laufschuhe, ne Hose und ein T-Shirt.
c) Ich habe mir vor etwa einem halben Jahr neue Schuhe und Laufklamotten gekauft. Damit laufe ich schon seit einigen Wochen. Alles passt, nichts drückt. Seit einiger Zeit laufe ich sogar zwei Schuh-Modelle im Wechsel.
9. Warum wollen Sie am
    Halbmarathon teilnehmen?

a) Was heißt hier wollen? Ich habe die Wette schließlich nicht extra verloren.
b) Ich bin zwar kein typischer Läufer, aber als Allround-Sportler traue ich mir das zu und probiere es jetzt eben mal aus.
c) Ich habe Freude am Laufen gefunden und möchte wissen, ob ich diese Herausforderung bestehen kann.

10. Was würden Sie frühstücken,
     wenn Sie heute 21 Kilometer
     laufen müssten?

a) Zur Feier des Tages gäbe es bei mir Schäufele mit Sauerkraut.
b) Ich frühstücke morgens grundsätzlich nicht.
c) Kaffee, Mineralwasser, Weißbrot mit Butter und Marmelade. Das Gewohnte eben aber kein Müsli! Und eher Mineralwasser als Kaffee.

Typ A: Der Selbstüberschätzer
Natürlich können Sie beim Halbmarathon teilnehmen. Vielleicht braucht man ja noch jemanden, der Bananenhäppchen an die Läufer verteilt oder in einem Klappstuhl mit einem Bier in der Hand am Wegesrand sitzt und blöde Bemerkungen macht. Nur tun Sie bitte eins nicht: mitlaufen. Ihre Laufvorbereitung ist gelinde gesagt nicht existent und Ihre aktive Teilnahme würde Ihre Gesundheit gefährden und genauer gesagt auch die der anderen.

Typ B: Die Kämpfernatur
Sie waren früher vermutlich sehr sportlich, fühlen sich heute eigentlich immer noch sehr sportlich und trauen sich in der Regel ziemlich viel zu. Da Sie immer noch regelmäßig Squash oder Tennis spielen und ein bisschen kicken, halten Sie einen Halbmarathon ohne Weiteres für machbar. Womöglich schaffen Sie es tatsächlich, in einem gemäßigten Tempo 21 Kilometer am Stück zu laufen. Wenn Sie allerdings wirklich erst seit zwei, drei Wochen sporadisch laufen und noch nie 15 Kilometer am Stück hinter sich gebracht haben, sollten Sie die Finger davon lassen. Ein Langstreckenlauf ist was anderes als ein Tennismatch. Sprechen Sie Ihr Vorhaben zumindest noch mit einem Arzt ab.

Typ C: Der Zielstrich-Küsser
Wenn es eine Sendung auf RTL gäbe mit dem Titel "Deutschland-sucht-den Superlaufanfänger", Sie wären ganz vorne mit dabei. Im Ernst: Sie wollen zum ersten Mal einen Halbmarathon laufen oder zum ersten Mal seit Langem und gehen die Sache genau richtig an: Sie nehmen es nicht zu locker, sondern haben sich vorab gut informiert und bereiten sich gewissenhaft vor. Viel Spaß!

Autor: crs