Altersklassen-Leichtathleten überzeugen

Ottmar Heiler

Von Ottmar Heiler

Fr, 08. Juni 2018

Leichtathletik (regional)

Titel für Hoenen, Wörner und Plutowski bei der baden-württembergischen Seniorenmeisterschaft.

LEICHTATHLETIK. (oh). Bei optimalen äußeren Bedingungen haben sich auf der Stuttgarter Festwiese in unmittelbarer Nähe des Gottlieb-Daimler-Stadions die Seniorensportler zur baden-württembergischen Meisterschaft versammelt. Die fast 500 Teilnehmer dankten es mit ausgezeichneten Leistungen, so mancher Landesrekord wurde verbessert. Viele Athletinnen und Athleten zeigten sich bestens vorbereitet für die deutsche Seniorenmeisterschaft in Mönchengladbach.

Für die Villingerin Natascha Wolf wurde die Hoffnung auf Medaillen bei der nationalen Meisterschaft jäh beendet. Nach dem Diskuswerfen übersprang sie die Anfangshöhe im Stabhochsprung von 2,30 Meter. Beim Anlauf zur nächsten Höhe riss ihre Achillessehne. Nach einer Erstbehandlung im Stadion wurde sie in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Auf sie warten jetzt eine Operation und eine längere Regenerationsphase mit Aufbautraining. Deutlich mehr Glück hatten die Schwarzwälder Männer, die eine ganze Reihe von Medaillen mit nach Hause brachten.

Gleich im ersten Versuch jagte Simon Hoenen vom TV Lenzkirch bei der Altersgruppe M 30 den 800 Gramm schweren Speer mit lautem Schrei auf bemerkenswerte 58,30 Meter. Mit diesem Wurf holte er sich die ersehnte Goldmedaille. Am ersten Tag hatte er sich bereits zweimal Silber um den Hals hängen lassen: Er kam mit dem Diskus auf 34,85 Meter und mit der Kugel auf 12,03 Meter. In der jüngsten Seniorenklasse kam Marcel Jauch von der LG Baar/LV Donaueschingen als Dritter über 1500 Meter ins Ziel und freute sich über seine erste Medaille bei einer Seniorenmeisterschaft. Nach zwei vierten Rängen im Diskus- und Hammerwerfen reichte es im Kugelstoßen für Maik Arendt aus dem gleichen Verein mit 10,43 Meter zu Bronze. In seiner letzten Disziplin, dem Speerwerfen, steigerte er im Laufe des Wettkampfs seine Bestleistung mehrfach und verfehlte bei seinem Sieg mit 49,09 Meter die 50-Meter-Schallmauer nur knapp. Thomas Pleil holte sich in der M 45 nach Rang vier im Kugelstoßen mit dem dritten Platz im Diskuswerfen mit 29,86 Metern mit Bronze das ersehnte Medaille.

Seinen Titel über 1500 Meter konnte in der M 50 Bertold Wörner von der LG Baar/TB Löffingen trotz starker Beschwerden an der Achillessehne verteidigen. Nach einem verhaltenen Start löste er sich auf den letzten Runden vom Hauptfeld und lief bei seinem Sieg in 4:50,98 Minuten noch einen deutlichen Vorsprung heraus. Sein Meisterstück vollbrachte Albert-Eugen Vetter vom LT Unterkirnach über die 1500-Meter-Distanz der M 60. Für ihn blieben die Uhren nach 5:18,86 Minuten stehen.

Ottmar Heiler von der LG Baar/TB Löffingen schleuderte in der M 65 den Diskus auf 32,86 Meter. Nach dieser Bronzemedaille verlor er beim Hammerwerfen im engen Käfig den Kampf um Gold mit 33,26 Meter nur knapp, konnte sich aber über Silber freuen. In der M 75 war der Neustädter Rembert Plutowski beim Dreisprung gemeldet und kam dort unangefochten zum Sieg mit 6,42 Metern.

Eine Augenweide ist immer noch der Laufstil von Fritz Reichle von der LG Tuttlingen-Fridingen. Mit seinen kurzen schnellen Schritten verlor er über 100 Meter erst auf den letzten Metern mit guten 14,52 Sekunden das Duell mit seinem Dauerrivalen aus Nordbaden. Über die doppelte Distanz siegte er klar in 31,37 Sekunden.