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10. Oktober 2011

Dem Winter auf der Spur

1581 Ausdauerspezialisten wagen in Bräunlingen den Start beim Marathon und auf der Halbdistanz.

  1. Vorbei an einer unübersehbaren Wegmarke: Start in Bräunlingen Foto: © direvi

  2. Vermummt oder kurzärmelig – freizügige Kleiderordnung wagten am Sonntagmorgen in Bräunlingen bei zwei Grad plus nur mutige Naturen. Foto: © direvi

  3. Anpfiff aus der Schweiz: Lautstarke Unterstützung gab es von diesem Schaffhauser Kadetten in Oberbränd. Foto: © direvi

  4. Mit Biss auf Rang drei: Rainer Sprich aus Eisenbach Foto: © direvi

LEICHTATHLETIK. Für die eine war’s die Premiere, für den anderen ein Jubiläum, aber dennoch nichts Besonderes: Stefanie Doll (SZ Breitnau) gewann gestern in Bräunlingen den 44. Schwarzwald-Marathon, Hans-Hendrik Ewert (FC Unterkirnach) lief dort sein 100. Rennen über 42,195 Kilometer.

Die 23-jährige Breitnauerin hatte 2009 souverän den Halbmarathon gewonnen, jetzt wollte sie an gleicher Stelle "mal Erfahrung sammeln" über die doppelte Distanz. "Es hat Spaß gemacht", sagte sie im Ziel, das sie nach 3:00:34 Stunden erreicht hatte. Vater Charly und Mutter Friederike hatten mit dem Rad verschiedene Streckenpunkte angesteuert, um ihre Tochter zu verpflegen und zu betreuen. Nur 15 der 357 männlichen Finisher waren schneller als Stefanie Doll.

Hans-Hendrik Ewert fand seinen 100. Marathon weltweit "nicht anders" als seinen ersten in Bräunlingen. Es lief gut für ihn, "ohne Schwachpunkt und Schmerzen", dafür habe er sich ja auch gut vorbereitet. Seine Zeit von 3:08:12 Stunden stellte ihn zufrieden und reichte für Rang 21 in der Gesamtwertung der Männer und Rang zwei in seiner Altersklasse M 55 hinter Vereinskamerad Berthold Seelinger (20./3:07:30), der bei seinem 20. Start in Bräunlingen auch ein kleines Jubiläum begehen konnte. In der Mannschaftswertung mussten sich die Unterkirnacher nach ihrem Vorjahressieg mit dem vierten Platz begnügen. Das schnellste Trio stellte diesmal LT Furtwangen in der Besetzung Ronny Seifert (8./2:54:24), Bernd Dilger (9./2:55:25) und Werner Fleig (14./2:59:55).

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Schnellster Schwarzwälder über die klassische Distanz war einmal mehr der Eisenbacher Rainer Sprich im Trikot der LG Baar. Mit seiner Zeit von 2:46:17 Stunden lag der 39-Jährige im Ziel nur 1:16 Minuten hinter Sieger Hans-Jörg Dörr und 25 Sekunden hinter dem Schweizer Felix Schenk. Die M 35 gewann er souverän. "Heut’ war’s schwer", sagte Sprich im Ziel. "Kälte strengt an" und der weiche, schwere Boden habe viel Kraft gekostet. Da taten die warmen Getränke, die ihm Edi König ohne Absprache unterwegs mehrfach reichte, doppelt gut. In Oberbränd hatte er schon "bleischwere Beine", verriet der Eisenbacher. Bei Kilometer 25 ging’s ihm wieder besser, doch sieben Kilometer später büßte er seinen dritten Platz ein, als Schenk ihn überholte. Nach der Verpflegungsstelle in Unterbränd sah Sprich aber, dass Hanspeter Scherr (TuS Lörrach-Stetten), der lange Zweiter war, immer langsamer wurde. Bei Kilometer 36 zog Sprich vorbei. Zwei Kilometer vor dem Ziel wollte er den Schweizer angreifen, doch die Oberschenkelmuskulatur machte nicht mit. Er ist auch als Dritter "sehr zufrieden".

Autor: Annemarie Zwick (Text) und Dieter Reinhardt (Fotos)