Spannung (fast) bis zum Ende

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 13. März 2018

Leichtathletik (regional)

Andreas Probst gewinnt beim Rheinfelder Lauftag den Halbmarathon vor Hanspeter Scherr / Martina Kunz siegt bei den Frauen.

LEICHTATHLETIK (BZ). Es braucht nicht immer Spitzenzeiten für ein spannendes Rennen. Das haben die Athleten beim diesjährigen Rheinfelder Lauftag wieder unter Beweis gestellt.

Oft ähnelt sich das Bild beim Halbmarathon: Mit dem Startschuss setzt sich ein Pulk an Läufern in Bewegung, dicht an dicht gedrängt. Doch die Distanz ist lang, auf den 21,1 Kilometern zieht sich das Feld zwangsläufig in die Länge. Manche Athleten sehen sich erst im Ziel wieder. Oder erst beim nächsten Rennen, der eine oder andere hat es auch mal eilig. Zwei der 108 Teilnehmer in Rheinfelden hatten es besonders eilig, allerdings nur auf der Strecke. Lange Zeit hatten sich der Schopfheimer Hanspeter Scherr (TuS Lörrach-Stetten) und Andreas Probst (Aachener TG) gut im Blick, das Duo lief vorne mit.

Doch als Probst auf die Tartanbahn im Europastadion einbog, hatte er Scherr um die entscheidenden Schritte distanziert. In 1:19,19 Stunden reichte seine Siegerzeit zwar nicht an jene des Lauftages 2016 heran, als Christian Fässler einsam siegte (1:13,42). Auch Ole Strocke (1:16,02) war im vergangenen Jahr etwas schneller, doch verlief das damalige Finale, als die Top-Drei innerhalb einer Minute blieben, ähnlich spannend.

Omar Tareq läuft einsam zum Sieg über zehn Kilometer

Nur elf Sekunden fehlten Scherr auf die Siegerzeit von Probst – auf einer derart langen Strecke ein minimaler Abstand. Nebst Gesamtplatz zwei sicherte sich Scherr den Sieg in der M 50. Auf Rang drei folgte Marc Lauber aus Murg-Hänner – in 1:19,56 zugleich der schnellste der M-45-Konkurrenz. Gesamt-Fünfter und Sieger der M 35 wurde Ronnie Weissenfeld vom TV Grenzach (1:22,01).

Bei den Frauen musste Martina Kunz (W 30/Trigether Zürich) weitaus weniger Druck als Probst aushalten. Keine ihrer 29 Konkurrentinnen hatte Schritt halten können, am Ende lief Kunz einen Vorsprung von mehr als fünf Minuten heraus. In 1:25,06 Stunden blieb sie eine halbe Minute hinter der Zeit von Vorjahressiegerin Susanne Götz. Den zweiten Platz sicherte Aline Knechtli (Reinach/1:30,26) vor Rosa Moreira aus Menzenschwand, der schnellsten W-50-Läuferin (1:31,37).

Wie Kunz zog auch Omar Tareq vom TuS Lörrach-Stetten beim Zehn-Kilometer-Lauf einsam seine Kreise an der Spitze. Nachdem er beim letzten Lauftag nicht am Start gewesen war, siegte der Laufenburger in diesem Jahr in 31:59 Minuten und war damit 25 Sekunden schneller als bei seinem 2016er-Triumph. Wesentlich enger verlief das Rennen um die verbleibenden Podestplätze. Nach 34:04 min überquerte Adrian Brennwald (M 40/Schweiz) als Zweiter die Ziellinie. Auf Rang drei: Martin Schädle (M 30/Basel RC/34:39), neun Sekunden vor Stefan Marty (M 35/Triteam Zugerland).

Die schnellsten Läuferinnen trennten nach zehn Kilometern lediglich eine halbe Minute. Die Siegerzeit von Karin Zingg (W 45/Laufsport Heinz): 42:21 Minuten. Dicht auf den Fersen waren ihr Nadja Hofer (W 35/City Sport Lörrach/42:39) und Daniela Böhler (W 40/St. Louis RC/42:51) auf den Plätzen zwei und drei.

Den Hobbylauf über 4,7 Kilometer gewann Karsten Königstein (TuS Lörrach-Stetten) in 17:04 Minuten, schnellste Frau auf Rang zehn: Romina Spitzer (21:00) von der Turnerschaft Langenau.

Fotos vom Rheinfelder Lauftag unter http://mehr.bz/lauftag18