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30. September 2011

Stefanie Doll Favoritin bei ihrer Premiere

Breitnauerin läuft in Bräunlingen ersten Marathon / Josef Beha rutscht lieber ins Schwimmbecken.

  1. Viel Zeit, um lange Strecken zu genießen, haben die Läufer beim Schwarzwald-Marathon. Foto: reinhardt

LEICHTATHLETIK (zwi). Die Chancen stehen gut, dass auch der 44. Schwarzwald-Marathon ein großartiges Erlebnis wird für die Teilnehmer aus aktuell 27 Nationen. Organisationschef Klaus Banka kündigt nach dem unerwarteten "Zwischentief" im vergangenen Jahr für den 9. Oktober wieder beste Bedingungen an: "Regen weit und breit keiner, 8 bis 16 Grad". Solche Aussichten sollen noch weit mehr als die bisher rund 400 Marathon- und 900 Halbmarathonläufer nach Bräunlingen locken.

Etwa 1800 Meldungen für alle Wettbewerbe am zweiten Oktober-Wochenende liegen aktuell vor. Die Verantwortlichen vom Ausrichter LSG Schwarzwald-Marathon wünschen sich einmal mehr, die Marke 3000 zu knacken. Herzstück der zweitägigen Veranstaltung bleibt das Rennen am Sonntag. Um 9.30 Uhr werden bei der Bräunlinger Stadthalle all jene auf die Strecke geschickt, die die klassischen 42,195 Kilometer oder die halbe Distanz bewältigen wollen. Darunter letztmals die Walker über die Halbmarathon-Distanz, wie Banka ankündigt. Im kommenden Jahr werde diese Strecke für die "Gesundheitssportler" nicht mehr im Programm sein, weil sich einige von ihnen nicht an die Regeln hielten und im vergangenen Jahr trotz Verbots mit ihren Stöcken unterwegs waren – eine potentielle Behinderung und Verletzungsgefahr für die zeitgleich gestarteten Läufer. Manche "Stockgänger" hätten sich unterwegs auch durch Laufeinlagen in ihrer Disziplin unerlaubte Vorteile verschafft, was bis zu handgreiflichen Streitigkeiten mit anderen Walkern ausgeartet sei. Szenen, in denen sich erboste Kontrahenten "im Ziel Stecken über den Kopf hauen", will Banka beim Schwarzwald-Marathon nicht mehr sehen.

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Gern sehen würde er dagegen wieder einen Schwarzwälder Sieg über die Königsdistanz. Doch Vorjahressieger Josef Beha hat zum Bedauern des rührigen Organisators trotz Freistarts seine Meldung zurückgezogen. Der 30-jährige Berglauf-Spezialist aus Unterkirnach bevorzugt nun die Teilnahme an einem Weltrekord-Versuch im Distanzrutschen auf einer Wasserrutsche in Erding.

Somit rutscht für Banka der mehrfach zweitplatzierte 46-jährige Pfälzer Hans-Jörg Dörr in die Favoritenrolle. Diesem "alten Fuchs" traut er noch mehr zu als dem "jungen Hasen" Matthias Stegbauer aus dem eigenen Verein, der im Vorjahr nach Rückenproblemen Marathon-Sechster wurde.

Auch bei den Frauen dürfte es eine neue Siegerin geben. Die Schweizerin Jacqueline Keller hat bisher nicht gemeldet. Außerdem würde der 49-Jährigen ohnehin starke junge Konkurrenz erwachsen: Die Breitnauerin Stefanie Doll plant in Bräunlingen ihre Marathon-Premiere. Vater Charly, ehemals deutscher Marathonmeister, traut der früheren Kader-Biathletin eine Zeit zwischen 3:00- und 3:15-Stunden zu. Somit stehen die Chancen auf einen Schwarzwälder Sieg im Marathon doch wieder ganz gut.

Autor: zwi