Das Interesse nimmt ab

Inken Kramer

Von Inken Kramer

Do, 17. Januar 2019

Lenzkirch

Uhrenfreunde Lenzkirch.

LENZKIRCH. Die Sekunden rinnen, die Minuten vergehen und schon ist wieder ein Jahr vorbei. Stets Anfang Januar versammeln sich die Lenzkircher Uhrenfreunde, um auf das gerade beendete Jahr zurückzublicken. Am Samstagabend war es in der Brauereigaststätte Rogg wieder soweit. Mit wehmütigem Blick schauten die Mitglieder auf das nachlassende Interesse an der heimatlichen Uhrenkultur.

169 Mitglieder zählt der Uhrenverein Lenzkirch, die sich auf der ganzen Welt vom Ticken und Schlagen der alten Lenzkircher Uhren begeistern lassen. Die Uhrenfreunde waren auf den Antikuhrenbörsen in Eisenbach und in Furtwangen mit eigenen Ständen vertreten. Doch leider muss der Verein wehmütig feststellen, dass das Interesse an historischen Zeitmessern immer weiter zurückgeht, hingegen das Angebot der Antikwaren immer größer wird und somit auch der Wert der damals teuer hergestellten Uhren weiter sinkt. Mit ihrem Museum im heimischen Kurhaus möchten die Uhrenliebhaber, aber die Kultur weiter am Leben erhalten und kümmern sich liebevoll um die Ausstellung. Ebenso wurde ein Teil der Ausstellung auf der "Collect Expo" in den Messehallen in Villingen-Schwenningen präsentiert, welche wieder auf die Lenzkircher Geschichte aufmerksam machen sollte.

Kurz blieb die Zeit bei der Jahresversammlung stehen, weil die Entlastung des Kassiers nicht erteilt werden konnte. Der neue Kassierer Marko Schürer wohnt in Engen im Hegau und ließ dort einige Buchungsbelege zurück. So konnte die Kassenprüfung nicht stattfinden. Die Uhrenfreunde beschlossen deshalb zeitnah eine interne Sitzung anzusetzen auf der die Kassenprüfung und die Entlastung nachgeholt werden sollen.

Die Uhrenfreunde nutzten das gemeinsame Beisammensein und besuchten am nächsten Tag das Heimat- und Uhrenmuseum in Schwenningen, um dort über ihr liebstes Hobby zu philosophieren und dem Ticken der Uhren zu lauschen.