Das Kurhaus wird etwas aufgepeppt

Ralf Morys

Von Ralf Morys

Sa, 18. August 2018

Lenzkirch

Gemeinderat zeigt sich mit den Verschlägen der Verwaltung zur Neugestaltung der Eingangsbereiche einverstanden.

LENZKIRCH. Mit dem Wohnumfeldprogramm wird nicht nur die Straße Am Kurpark samt Parkplätzen und Wendehammer sowie Urseebrücke erneuert, sondern auch das Kurhaus wird an seinen beiden Eingangsbereichen aufgepeppt. Die Zusatzwünsche, die der Gemeinderat am Mittwoch beschloss, summieren sich auf zusätzliche Kosten von rund 47 000 Euro.

Die Neugestaltung von Straße, Parkplätze, Gehwege und auch die Eingangsbereiche zum Kurhaus sind mit das größte Vorhaben der Gemeinde in diesem Jahr. Die Verwaltung schlage dem Gemeinderat einiges vor, um das Kurhaus ansehnlicher zu machen. Schließlich ist es eine zentrale Anlaufstelle für Gäste und Einheimische, eröffnete Bürgermeister Andreas Graf den Tagesordnungspunkt. Die Investition ist mit insgesamt 465 000 Euro veranschlagt und die gewährten Fördermittel dafür belaufen sich auf 162 500 Euro. Zu Beginn der Arbeiten ist der Holzturm abgerissen worden. Als neue Infostelle dient nach Fertigstellung der Arbeiten der Schluchtensteigstern. Dieser soll auf Anregung von Gemeinderat Andreas Wittmer unmittelbar vor dem Haupteingang des Kurhauses aufgestellt werden. Außerdem soll die Rampe zum Eingang wirklich behindertengerecht ausgebaut werden und eine Neigung von weniger als sechs Prozent aufweisen. Aus gestalterischen Gründen und wegen des schlechten Zustands der Oberflächenbefestigung im Haupteingangsbereich sollte diese Fläche mit Pflastersteinen neu gestaltet werden. Bei einem Ortstermin wurden Details der Gestaltung im Eingangsbereich und Optimierungen erörtert.

Planer Franz Braun erläuterte die vorgeschlagenen Veränderungen. Die Treppenwangen entlang des Gehwegs am Kurhaus und zu den Parkplätzen waren bislang aus Beton. Wind und Wetter haben ihre Spuren hinterlassen und durch den Druck der großen Steine dahinter gerieten sie in Schieflage. Diese sollen nun aus Wangen aus Granit ersetzt werden. Die großen Granitblöcke dahinter zum Kurhaus hin werden durch angepasstes Stein- und Schottermaterial und Bepflanzungen ersetzt. Gleiches gilt auch für den Nebeneingang im hinteren Bereich des Kurhauses. Die dortige Treppe weist bislang eine Neigung auf, die größer als sechs Prozent ist. Die Treppe soll nun so ausgerichtet werden, dass sie maximal sechs Prozent beträgt. Und die Rampe soll mit gestockten Granitsteinen belegt werden.

Größere Veränderungen soll es auch im unmittelbaren Bereich des Haupteingangs zum Kurhaus geben. Der Tiefhof neben dem Eingang wird verfüllt. Dieser lieferte einst Helligkeit in die Bäderabteilung. Heute liegen dort immer wieder Müll und anderer Unrat drin. Und es gibt keine Absturzsicherung. Durch den Einsatz eines Lichtschachtes könnte der Bereich verfüllt werden. Die Einrichtungen mit Hinweisen auf das Kurhaus oder das Kurhaus Café, Beflaggung, Weihnachtsbaum und andere Einrichtungen könnten so neu geordnet werden. Die kleinteiligen unebenen Pflaster- und Asphaltflächen am Haupteingang werden durch Pflastersteine wie in anderen Bereichen ersetzt. Die Wohnumfeldgestaltung der Straße Am Kurpark und der Eingangsbereich des Kurhauses sind dadurch gestalterisch abgestimmt. Die Gitterroste werden durch neue Sauberläufer, wie sie auch beim Kindergarten Wunderfitz verwendet wurden, ersetzt. Die Arbeiten im Bereich des Haupteingangs sind auf rund 26 000 Euro geschätzt und zusammen mit den Veränderungen am Nebeneingang wird mit einem Kostenaufwand für beide Eingänge von 47 000 Euro gerechnet.

In der Aussprache dazu bemängelten zwei Redner, dass obwohl ein Hauskonzept fehle, wieder 50 000 Euro ins Kurhaus gesteckt werden. Wortreich ging Herbert Kaiser auf die einzelnen Vorhaben ein und wollte über jeden der fünf Vorschläge einzeln abstimmen lassen, denn er wollte so bei diesem fast eine halbe Million Euro teuren Vorhaben vielleicht 8000 Euro sparen, wie ihm Andreas Wittmer und Sascha Phlippen vorrechneten. "Es wäre ein absoluter Hohn, es nicht zu machen", fügte Wittmer an. Notwendig ist alles und in ein paar Jahren wieder anzufangen würde es nicht günstiger machen, war der Tenor am Ratstisch. Bürgermeisterstellvertreter Johannes Metzger, der die Diskussion leitete, merkte an, dass die vielen Schäden jeder sehen und deshalb nicht überrascht sein könne. Die Verwaltung schlage die Verbesserungen vor und der Gemeinderat könne nun sagen, machen wir oder machen wir nicht. Es anzupacken wär eine runde Sache. Robert Stoll stellte den Antrag nur einmal über das gesamte Paket abzustimmen und fand fast vollzählige Unterstützung. Bei einer Gegenstimme wurden die Verwaltungsvorschläge angenommen.