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30. März 2011

Den ganzen Tag im Sattel

Wanderreiten erfreut sich zunehmender Beliebtheit / 30 Wanderreitstationen gibt es bereits.

  1. Wanderreiten in Lenzkirch Foto: Horst A. Böß

HOCHSCHWARZWALD. Das Wanderreiten als ein touristisches Nischenangebot im Hochschwarzwald erfreut sich wachsender Beliebtheit. Mit der Nachfrage wuchs im vergangenen Jahr auch das Angebot für die Wanderreiter. Mittlerweile gibt es bereits 30 Wanderreitstationen.

Begonnen haben im Hochschwarzwald im August 2008 sieben Reiterhöfe, heute sind es schon 30 Wanderreitstationen, die – mit Unterstützung des Naturpark Südschwarzwald – Reitern bei Distanzritten ein Quartier und Einstellmöglichkeiten für deren Pferde bieten, wie jetzt bei der Mitgliederversammlung des Vereins "Wanderreiten im Naturpark Südschwarzwald" am Freitagabend im Brauereigasthof Rogg in Lenzkirch bekannt wurde.

Die Aufgabe des noch jungen Vereins ist nicht nur Werbung für das Wanderreiten zu machen, sondern auch zusammen mit den Mitgliedern Touren und Pauschalangebote auszuarbeiten. Gerade die Werbung bedeutet für Vorsitzenden Reinhard Barsch aus Reiselfingen und dessen Team viel Arbeit.

Auf den Pferdemessen wird verstärkt Werbung betreiben

Werbung


Als Erfolg wertete er den mehrtägigen Wanderritt einer großen Gruppe, die über die Reiterzeitschrift "Pegasus – Freizeit im Sattel" in die Region kam und vom Angebot begeistert war.

Im vergangenen Jahr war der Verein auch bei der mehrtägigen Pferdemesse in Friedrichshafen vertreten und machte Werbung. In diesem Jahr will man bei der Messe "Country Horse" in Freiburg vom 6. Bis 8. Mai mit einem Stand vertreten sein. Da dieser Messeauftritt sehr teuer wird, wird von den Mitgliedern eine Umlage erhoben werden, so Barsch.

Die Wanderreiter wollen sich dann am Eulogiusritt am Sonntag, 19. Juni, in Lenzkirch beteiligen und am 3. September beim Sternritt des Landesverbandes Baden-Württemberg der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer Deutschlands (VFD) auf dem Brunnmatthof in Unteralpfen bei Mitglied Marion Dimer dabei sein.
Barsch forderte die Mitglieder auf Routen zu den Nachbarhöfen für die Reiter auszuarbeiten, bei denen Sehenswürdigkeiten und geschichtsträchtige Punkte berührt werden. Auch sollen vermehrt Pauschalangebote ausgegeben werden.

Künftig müssen neue Mitglieder zuerst eine Prüfung ablegen

Nachdem bislang neue Mitglieder ohne große Prüfung aufgenommen wurden, steht zukünftig eine Prüfung an, so Johanna Fritz vom Naturpark Südschwarzwald, die das Wanderreiten betreut. Sie hat im vergangenen Jahr alle bisherigen Mitgliedsstationen besucht und zertifiziert.

Bei der Mitgliederversammlung legte Kassiererin Andrea Spall, Kreuzhof Lenzkirch, einen detaillierten Bericht vor. Sie konnte einen guten Kassenstand belegen. Die Wahlen brachten eine Bestätigung der Vereinsführungen. Vorsitzender ist weiterhin Reinhard Barsch (Reiselfingen), Stellvertreterin Marion Dimer (Unteralpfen), Kassiererin Andrea Spall und Beisitzer sind Peter Cisar aus Kappel (Homepage) sowie Elke Bach (Protokoll) aus Mundelfingen. Kassenprüfer sind weiter Andreas Landwehr und Claudia Hauri. Eingangs der Versammlung stellte Bürgermeister Reinhard Feser den heilklimatischen Kurort vor.

Weitere Informationen zum Wanderreiten im Naturpark unter http://www.wanderreiten-im-naturpark-suedschwarzwald.de

Autor: Horst A. Böß