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23. September 2009

Gastpiel an der alten Wirkungsstätte

Götz Ertle und seine Big Band sorgen beim Saiger Weinfest für die musikalische Unterhaltung

  1. Weinfest in Saig und die Big Band um Götz Ertle spielt Foto: Ursula Schmidt

LENZKIRCH-SAIG. Das 26. Weinfest des Saiger Musikvereins und seiner Mitveranstalter hatte eine etwas andere Färbung. Am Samstagabend war nicht so sehr die fröhliche volkstümliche Musik, die sonst solche Feste kennzeichnet, angesagt. Man hatte sich einen alten Bekannten eingeladen – den langjährigen Dirigenten Götz Ertle, der während der 18 Jahre am Taktstock, sich bei den Saiger Musikern einen ersten und sicher als golden zu bezeichnenden Sporen verdient hat. Mit ihm stieg die Kapelle in musikalische Höhen, die sie mit einer noch immer begehrten CD krönte und auch in zahlreichen Wettbewerben glänzen konnte. Diese Verbindung blieb auch nach der Trennung freundschaftlich.

Nunmehr kehrte Götz Ertle mit der inzwischen weithin bekannten Big Band an seine alte Wirkungsstätte zurück. Das Vorprogramm gestaltete eine Combo aus Mitgliedern der Band, die sich humorig "Torstens Toaster" betitelte, weil Torsten Maier – auch er war für ein paar Jahre Dirigent der Saiger Bläser – darin mitwirkte und mit launigen Kommentaren die Stimmung im wohlgefüllten Saal anwärmte.

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Und dann gab es den erwarteten großen Auftritt, wobei gleich zu Beginn Götz Ertle in seiner Begrüßung an das ehemalige Wirken vor Ort erinnerte.

Das Programm bestand aus zwei Teilen; der erste Teil war rein instrumental gestaltet, während im zweiten Teil mit Annette Rappenecker eine Sängerin den Musikern zur Seite stand. Der Dirigent verriet auch noch einen zweiten Grund für sein hier sein: Die Big Band will Ende Oktober eine CD bespielen und möchte die dafür akustisch gut geeigneten Räumlichkeiten im Saiger Haus des Gastes nutzen. Einige der Stücke waren quasi zur Generalprobe auf dem Programm und der Beifall belohnte den Versuch und machte ihn zum Erfolg.

Die Sängerin Annette Rappenecker gab im zweiten Teil des Konzertes die glamouröse Note. Mit starker Stimme bot sie der Band Pari und zeigte, dass sie schon europaweit Bühnenerfahrung gesammelt hat. Es wäre müßig, die viel beklatschten Soloparts des Abends zu erwähnen, die viel zu der guten Stimmung im Saal beitrugen. Alles in allem war der Abend so etwas wie ein gelungenes Comeback für den Dirigenten an seiner alten Wirkungsstätte.

Im Übrigen gab es auf dem Weinfest noch eine Neuerung: Das "Heim-Orchester" übernahm den Festausklang selbst. Bisher war es üblich, nur als fleißiger Ausrichter zu glänzen. Diesmal musizierte man unter der Leitung des Dirigenten Reiner Menge in den Abend hinein, auch eine nette Idee.

Autor: Ursula Schmidt