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09. Februar 2012

Haslach-Hallodris sind dick im Rennen um den Fasnets-Ohrwurm

Lenzkircher Stimmungsband setzt am Sonntag auf die Hochschwarzwälder Fans / Live-Auftritt im SWR-Fernsehen / Zuschauer küren den Sieger per Telefon.

  1. Haslach Hallodris Foto: Manfred-G. Haderer

LENZKIRCH. Die Haslach-Hallodris sind glücklich und zu Recht auch ein bisschen stolz. Denn die Lenzkircher Stimmungsband hat es bis ins große Stockacher Finale geschafft, bei dem am Sonntag, 12. Februar, in einer Live-Show des SWR Fernsehens der musikalische "Fasnets-Ohrwurm 2012" gekürt wird. Seit mehr als 22 Jahren, was selbst ein närrisches Jubiläum ist, sorgen die vier Musiker vor allem in der Hochschwarzwald-Region mit ihren Auftritten für rundum gute Laune.

Um es vorneweg zu nehmen: "Dimm Dumm" oder "Ein Spruch für alle Fälle" heißt der Titel, mit dem sich die Haslach-Hallodris der Jury, dem Hallenpublikum und vor allem der Telefonabstimmung der Fernsehzuschauer stellen wollen. Da ist es klar, dass sie zum einen auf Qualität und Originalität ihres "handgemachten" Stimmungsstückes setzen. Zum anderen sind sie gerade auch auf die Fans, Freunde und Bekannten aus ihrer Hochschwarzwälder Heimat angewiesen. Denn letztlich zählt jeder Anruf bei der TED-Abstimmung nach ihrer Live-Darbietung.

Tatsächlich hat der Endspurt bei der Suche nach dem "Närrischen Ohrwurm 2012", wie sich der von SWR-Fernsehen und Südkurier organisierten "Hit-Wettbewerb" offiziell nennt, bereits begonnen. Die vier Musiker, die für Schwarzwälder Stimmung pur stehen, sind bereits in der Endrunde angekommen. Die erfreuliche Info vom SWR erreichte sie überraschend, aber sie beflügelt und lockt den Ehrgeiz der allesamt gestandenen "Mannsbilder", die schon so lange mit von der Partie sind. Denn immerhin hat sich eine fachkundige Jury in den vergangenen Wochen bereits durch die Demo-einsendungen von über 60 Fastnachtskapellen, Partybands und Guggenmusiken gekämpft. So viele hatten sich bei dem SWR-Wettbewerb beworben, der zum fünften Mal ausgetragen wird. 14 Musikgruppen überzeugten besonders und wurden für das große Bühnen- und Fernsehfinale eingeladen.

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Dies ist schon ein großer Erfolg, wie die lange Liste der Bewerbungen aus dem gesamten Sendegebiet des Südwest-Fernsehens zeigt. Bewerben konnte man sich nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch in Rheinland-Pfalz. So kommen die Kandidaten für den Südwest-Fasnetshit dann auch vom Mittelrhein bis ins Allgäu, von Mainz bis Weingarten.

Den Hochschwarzwald repräsentieren Michael Hozik, Markus Winker, Thomas Gamp und Thomas Eichhorn dabei als Alleinvertreter. Immerhin: Eine Gruppe aus Weilheim-Nöggenschwil im Hotzenwald hat es auch noch geschafft. Obwohl die Haslach-Hallodris so gesehen "alte Hasen" im Geschäft sind – etwas Besonderes sei dieser Wettbewerb allemal, sagen sie. Zum einen habe man als Amateurband sonst kaum eine Chance auf einen Fernsehauftritt. Zum anderen sei es ja auch der Reiz einmal auszuloten, wie man mit "selbstgemachter" Musik bei einem breiten Fernsehpublikum ankommt.

Die SWR-Ausschreibung, die Thomas Gamp im vergangenen Spätherbst entdeckte, macht klare Vorgaben: Reine Amateure sollen das Rennen unter sich ausmachen; die Musikstücke müssen in Eigenarbeit entstanden sein, sollen eingängig sein und über ein "Ohrwurmpotential" verfügen.

"Der Thomas hat mich schon ein bisschen unter Druck gesetzt", erzählt Michael Hozik, den man auch als musikalischer Leiter der Lenzkircher Stadtmusik kennt. Und so hat er sich an die Arbeit gemacht, komponiert und getextet. Herausgekommen ist mit "Dimm Dumm – Ein Spruch für alle Fälle" ein der fünften Jahreszeit angemessener Schlager, der im Refrain eine sagenhafte Zungenbrechergeschwindigkeit an den Tag legt, die Hozik bravourös meistert. Und letztlich ist der Refrain zudem eine Herausforderung für das Publikum, das zum Mitmachen aufgefordert wird. Die Podestplatzierungen in Stockach sind mit Siegerprämien zwischen 1000 und 5000 Euro verbunden.

Potenzial für einen "närrischen Ohrwurm" hat die "Dimm-Dumm" - gute Laune Komposition allemal. Und bei aller Konkurrenz: Unerfahren im Stimmungsmachen ist das Quartett wirklich nicht. Dorffeste, Tanzmusik, Party, Festzeltstimmung gehören seit über zwei Jahrzehnten zum musikalischen Geschäft, auch wenn dies immer ein Hobby geblieben ist.

Der Auftritt beim SWR-Fastnachtshit-Contest am kommenden Sonntag, 12. Februar in Stockach, ist eine absolute Live-Musikshow ohne Playback. Die Endrunde bestreiten 14 Amateur-Musikgruppen aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Das Finale wird zwischen 16 und 18 Uhr live über das SWR-Fernsehen ausgestrahlt. Neben der kommentierenden Jury, in der auch Hansy Vogt und Schauspielerin Cantieni sitzen, kommt es auf den Telefonentscheid des Fensehpublikums an. Beim TED zählt jeder Anruf. Die Haslach-Hallodris setzen auf ihre Fans...

Autor: Manfred-G. Haderer