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22. September 2008

Im Ernstfall mehr Retter

Die Großübung von Feuerwehr und Rotem Kreuz bei Testo klappte wie am Schnürchen

  1. Über die Drehleiter wurden einige Menschen von der Terrasse gerettet. Foto: markus straub

  2. Nach der Menschenrettung diente die Drehleiter als Wasserwerfer zur Brandbekämpfung. Foto: Markus Straub

LENZKIRCH Feuerwehr und Rotes Kreuz bewältigten am Samstag eine Großübung bei der Firma Testo in Lenzkirch.  Fast 100 Einsatzkräfte mussten ein Feuer bekämpfen, 14 Menschen retten und fachgerecht versorgen. Eingesetzt wurden auch die Drehleitern aus Neustadt und Schluchsee.

Gegen 15 Uhr drang aus dem Dachgeschoss von Testo dichter Disconebel. Dies kündigte den Start einer Großübung von Feuerwehr und DRK an. Zunächst rückte die Feuerwehr Lenzkirch unter Leitung von Kommandant Andreas Wangler an. Nach dem erstem Überblick über die Situation wurde gleich Großalarm ausgelöst. In den Einsatz wurden sämtliche Abteilungsfeuerwehren aus Lenzkirch und die Feuerwehr aus Bonndorf gerufen. Ebenso wurden die Feuerwehren aus Titisee-Neustadt und Schluchsee mit ihren großen Drehleitern hinzugezogen.

Parallel dazu war auch das Rote Kreuz im Einsatz. Die Ortsvereine aus Lenzkirch und Schluchsee sorgten sich um die 14 Menschen, die von der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet wurden. Die Versorgung konnte dank des schönen Herbstnachmittags im Freien stattfinden. Feuerwehr und DRK arbeiteten Hand in Hand. Die ärztliche Beurteilung lag in den Händen der Notärzte Grohmann und Huart.

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Ein Problem für die Feuerwehr bestand darin, dass der betroffene Gebäudeteil stark verraucht war. Die Feuerwehrkräfte konnten sich nur unter Atemschutz ins Innere wagen. Im Ernstfall, erläuterte Einsatzleiter Andreas Wangler, hätten weitere Einsatzkräfte aus Titisee-Neustadt und Schluchsee alarmiert werden müssen und hätte man eine weitere Drehleiter gebraucht. Die gleiche Erkenntnis beim DRK: Für die Übungssituation waren ausreichend Kräfte vor Ort. Zu einem Ernstfall hätten aber weitere Einheiten hinzugezogen werden müssen.

Zum Ende der Übung zogen die Verantwortlichen eine günstige Bilanz: Die Zusammenarbeit der Organisationen hat reibungslos funktioniert. Dies bestätigte auch Kreisbrandmeister Max Eschenlohr, der zusammen mit Bürgermeister Reinhard Feser die Übung verfolgte.

Im Einsatz waren  69 Feuerwehrangehörige und 23 Frauen und Männer des DRK. Die Polizei regelte mit einem Streifenwagen den Verkehr auf der halbseitig gesperrten Bundesstraße.

Autor: Markus Straub