Feuerwehren retten ein Hotel

Im "Straub" gerät Zimmer in Brand

mgz, rys

Von mgz & Ralf Morys

Mo, 03. April 2017 um 14:41 Uhr

Lenzkirch

Brandmelder, ein sofortiger Notruf, das schnelle Eintreffen der Feuerwehren und deren rasches Eingreifen haben gestern Mittag im Gasthof Straub in Kappel, dafür gesorgt, dass ein Zimmerbrand im Hotel sich nicht auf das ganze Gebäude ausweiten und sich zum Vollbrand entwickeln konnte. Der Schaden wird auf bis zu 50 000 Euro geschätzt. D ie Ursache des Feuers ist noch nicht bekannt. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Lenzkirch und aus Titisee-Neustadt.

Die Rettungskräfte wurden um 11.24 zu einem Zimmerbrand im Hotel Straub in Kappel gerufen. Die Rauchmelder lösten in dem schmucken Gebäude an der Neustädter Straße den Alarm aus. Die Inhaberin des Hotels wurde so auf das Feuer in einem Personalzimmer im dritten Obergeschoss aufmerksam und verständigte sofort die Feuerwehr. Die Feuerwehren aus Lenzkirch und aus Titisee-Neustadt, die jeweils mit einer Drehleiter rasch zum Brandort ausrückten und nach wenigen Minuten eintrafen, konnten das Feuer löschen, ehe es auf das übrige Gebäude übergreifen konnte. Die beiden Personen, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im Gebäude aufhielten, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, so dass der ebenfalls zum Einsatzort gekommene Rettungsdienst des Deutschen roten Kreuzes nicht tätig werden musste. Verletzt wurde auch beim Einsatz der Feuerwehren niemand.

Laut Gotthard Benitz, stellvertretender Kreisbrandmeister, habe es sich hier wieder gezeigt, wie wichtig Rauchmelder sind: "Durch die Rauchmelder und das schnelle Absetzen des Notrufs konnte wertvolle Zeit gespart werden, die wiederum der Feuerwehr zu Gute gekommen ist", erklärte Benitz.

Mit Blick auf die Größe des Objekts wurde die Gesamtfeuerwehr Lenzkirch mit ihren Ortsteilfeuerwehren an den Brandort gerufen. Die Feuerwehrmänner drangen unter Atemschutz mit kleineren Löschgeräten in das brennende Zimmer unterhalb des Dachs vor und hatten den Brand schnell unter Kontrolle. "So konnte das Feuer klein gehalten und ein größerer Wasserschaden verhindert werden", unterstrich Benitz. Zur Sicherheit wurde nachdem das Feuer gelöscht war damit begonnen, Wände und Zwischendecken zu öffnen und nach dort eventuell vorhandenen Glutnestern zu suchen und diese gegebenenfalls auch zu löschen.

Im Einsatz waren auch zwei Drehleiterfahrzeuge und Feuerwehrkräfte aus Neustadt. Neben dem größeren Feuerwehraufgebot waren vorsorglich auch ein Notarzt, Rettungswagen und das DRK- Lenzkirch vor Ort.

Was dazu führte, dass in dem Zimmer ein Brand ausbrach, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Den Schaden, den das Feuer anrichtete, beziffert die Polizei aus 35 000 bis 50 000 Euro. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiposten Lenzkirch übernommen.