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08. September 2010

Kein Katastrophensommer

Bäder mit Bilanz zufrieden / 12000 Besucher in Lenzkirch und mehr als 3700 in Kappel.

  1. Brrr, jetzt ist’s richtig kalt: Am Samstag, dem vorletzten Öffnungstag, wollten nicht mehr viele Besucher ins Kappler Freibad springen. Lieber lauschten sie der Musik des Kappler Musikvereins. Foto: Martina Faller

  2. Foto: Martina Faller

LENZKIRCH. Die letzten Gäste sind gegangen, in den beiden Freibädern der Gemeinde ist es still geworden. Besser als erwartet sei die Saison gelaufen, sagt die Lenzkircher Bademeisterin, Angela Fiedler. Zufrieden ist auch die Vorsitzende des Freibadfördervereins in Kappel, Martina Faller.

An 40 Tagen war die badische Fahne am Kappler Bad seit dem 3. Juli gehisst, sagt Faller. So habe man schon aus der Ferne erkennen können, wenn es geöffnet ist. Mehr als 3700 Besucher haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter in dieser Zeit gezählt. Über 200 Badegäste kamen an schönen Wochenendtagen.

Alles sei in diesem Jahr gut gelaufen, freut sich die Fördervereinsvorsitzende: "Wir waren sehr zufrieden." Außer den üblichen Vorbereitungsarbeiten vor Öffnung des Bades seien keine größeren Investitionen nötig gewesen – vor großen Reparaturen sei der Verein verschont geblieben. Auch der Kiosk sei gut gelaufen – selbst gebackenen Kuchen, Kaffee und andere Leckereien hätten die Gäste gerne genossen.

An vielen Regentagen war das Tor mit einem Vorhängeschloss verschlossen geblieben, erzählt Faller. Aber sobald die Sonne schien und es wärmer wurde, seien auch schnell Gäste da gewesen. Gerade in der Zeit als in Freiburg die Hitze den Menschen zu schaffen machte, hätten viele die kühle Erfrischung im kleinen Kappler Bad gesucht.

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500 ehrenamtliche Stunden für den Badebetrieb in Kappel

"Wir hatten drei Wochen Sommer und die waren im Juli", sagt die Lenzkircher Bademeisterin Fiedler. Rund 12 000 Badegäste seien in dieser Saison gekommen. Wenn man die Zahl der Besucher betrachte, sei es also ein durchschnittliches Jahr gewesen – in schlechten Jahren, beispielsweise 2007, kamen nur 9000, in sehr guten Jahren, etwa 2009, zählte sie 17 000 Gäste. Dazu gehören auch die verschiedenen Schulklassen, die das Bad seit den Pfingstferien täglich für den Schwimmunterricht genutzt hatten.

Eine Übersicht, wie viele Eintrittskarten verkauft worden sind, hat Fiedler noch nicht, aber sie freut sich, dass das Lenzkircher Bad trotz der verregneten Wochen "am Katastrophensommer vorbei geschrammt" ist.

Jetzt reinigt Fiedler die Räume des Bades, entwässert die technische Anlage und erledigt außerdem noch anstehende Gartenarbeiten. Mit Hilfe eines Überwinterungsmittels, das sie ins Beckenwasser gibt, und Dehnungsbehältern, schützt sie das Becken vor Frostschäden.

Winterfest wird auch das Bad in Kappel gemacht. Alle Gerätschaften, Liegestühle und auch die Tischtennisplatte werden verräumt. Der Kiosk wird gereinigt, die letzten Vorräte weggebracht. Das Volleyballfeld wird von den Ehrenamtlichen ebenfalls abgeräumt und ein Gemeindearbeiter werde noch einmal den Rasen mähen, sagt Faller. Schließlich wird auch die Technik winterfest gemacht und ein Schieber geöffnet, der das Kinderbecken sowie das Schwimmbecken ständig mit frischem Wasser versorgt.

Rund 500 Arbeitsstunden werden die Mitglieder des Kappler Fördervereins geleistet haben, bis sie schließlich ein letztes Mal vor der Winterpause das Tor abschließen.

Autor: Sebastian Barthmes