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06. April 2013

Leere Kasse gefährdet Sportschützenverein Kappel

Sportschützen Kappel klagen über Fixkosten fürs Schützenhaus.

LENZKIRCH-KAPPEL. Verliert der Sportverein Kappel in Kürze eine Abteilung ? Die Sportschützen Kappel plagen etliche Sorgen. Sportlich passt es, aber es gibt wirtschaftlich kaum noch eine Grundlage. Deshalb herrschte in der Hauptversammlung am Donnerstagabend im Schützenhaus auch fast schon Untergangsstimmung. Und alles drehte sich um die entscheidende Frage, wie könnten die Einnahmen verlässlich und kontinuierlich gesteigert werden.

Der Kassenstand schrumpfte im Berichtsjahr um die Hälfte. Die Reserve ist fast aufgebraucht. Noch so ein Jahr mit Ausgaben wie in 2012, verkraftet der Schützenverein, der eine Unterabteilung des Sportvereins Kappel ist, nur schwerlich. Die Fixkosten für das Schützenhaus steigen ständig, denn die Gebühren für Abwasser, Strom und Gas verteuern sich. Mehr als 500 Euro kostete die Gastankprüfung. Unerwartet musste die Auswertemaschine für rund 500 Euro repariert werden. Die Einnahmen hingegen stagnieren. Einen Mitgliedsbeitrag erhebt der Schützenverein aber auich nicht von seinen 35 Mitgliedern. Immerhin gab es zwei neue Mitglieder im vergangenen Jahr.

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Die Haupteinnahmen kommen aus dem Schießbetrieb, der aber auch Geld kostet. Alle Anstrengungen, Einnahmen über Getränke oder den Verzehr beim Jedermannschießen, Glühweinzauber und den Trainingsabenden zu erhalten, sind bisher gescheitert.

"Ich habe ein ungutes Gefühl für die nächsten Jahre", sagte Oberschützenmeister Michael Feser. Personell ist der Schützenverein nicht mehr in der Lage sich am Dorffest zu beteiligen, auch spricht das finanzielle Ergebnis gegen die viele Arbeit. Kontrovers diskutiert wurde in der Versammlung, künftig einen Mitgliedsbeitrag zu erheben, um einen festen Einnahmenbetrag zu erhalten. Diskutiert wurde auch, ob die Sportschützen nicht selbst die Startgelder bezahlen sollen. Ein Ergebnis gab es keines.

Zwei Jungschützen sind in der Ausbildung, so der Jugendleiter Bernhard Thiele. Aus sportlicher Sicht läuft es gut für die Kappler Schützen, die nur in den Altersklassen antreten, zeigte Sportleiter Erich Wehrle auf. Vordere Platzierungen schaffen sie auf Kreis-, Bezirks und Landesebene. Stolz ist man auf die Luftpistolenschützin Svenja Beuße, die erstmals an den Deutschen Meisterschaften teilnahm. "Sie hat einen beachtlichen Erfolg geschafft, trotz der großen Nervosität", lobte Feser.

Ein Jahreshöhepunkt war der Besuch der Schweizer Freunde aus Kappel, dem gemeinsamen Wettkampf und anschließenden gemütlichen Beisammensein.

Ein großes Anliegen von Oberschützenmeister Feser ist der gesetzkonforme Umgang mit dem Sportgerät. Er appellierte: "Guckt, dass Waffen und Munition weggeschlossen sind und kontrolliert, wenn etwas zur Reparatur ist, dass alles seine Ordnung hat.

An Terminen stehen 2013 neben den Wettkämpfen das Jedermannschießen 7.bis 9. Juni im Kalender der Schützen.

Autor: Eva Korinth