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04. Februar 2012
MEIN SONNTAG: Zeit für die schönen Dinge im Leben
Zeit für die schönen Dinge im Leben LENZKIRCH. Wie sieht ihr perfekter Sonntag aus, fragt BZ-Mitarbeiterin Eva Weise Menschen im Hochschwarzwald. Der 40-jährige Roland Willmann, Schulleiter an der Lenzkircher Sommerberg -Werkrealschule nimmt sich Zeit für die schönen Dinge im Leben.
4 Uhr: Der Wecker klingelt, wenn es irgendwie geht, fahren wir los ins Elsass, um auf Flohmärkten ein antikes Schnäppchen zu ergattern.6 Uhr: Reges Treiben herrscht an den Ständen. Manchmal gehe ich leer aus, manchmal komme ich mit großer Beute zurück. Das ist ja gerade das Spannende auf den Flohmärkten, man weiß nie, was einem erwartet. Das ist aber nicht jeden Sonntag der Fall und es kann also auch schon einmal vorkommen, dass ich ein wenig länger schlafe.
8 Uhr: Egal wie es am Morgen lief, meine Frau Anita hat auf jeden Fall derweil das Frühstück gerichtet und wir genießen die selten gewordene gemeinsame Zeit ohne Zeitdruck und Hektik. Der restliche Tag wird nun gemeinsam besprochen und geplant.
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9.30 Uhr: Ich gehe ins Büro arbeite die Dinge auf, die die ganze Woche liegen geblieben sind, bereite meinen Unterricht vor, korrigiere Klassenarbeiten, schreibe Briefe, beantworte Mails und gebe der kommenden Woche etwas Struktur und Organisation.
11.30 Uhr: Ein Ritual am Sonntag, das mir sehr wichtig ist, ist das gemeinsame Kochen mit meiner Frau. Die italienische und französische Küche hat es uns angetan und wir suchen uns ein Rezept aus, welches wir ausprobieren. Ein Glas guter Wein gehört da natürlich dazu. Wir trinken sehr traditionell, Weiß- und Rose- zu hellem Fleisch und Fisch und Rotwein zu dunklem Fleisch.
14 Uhr: Nach dem Motto kurz aber knackig machen wir einen kleinen Mittagsschlaf. Lieber so, als morgens zu lange im Bett liegen bleiben, dann wird man irgendwie den ganzen Tag nicht wach. Aber nachmittags ein kleines Schläfchen tut gut.
15 Uhr: Wichtig ist mir am Sonntag, dass ich etwas Zeit für die schönen Dinge im Leben nehmen kann. Dazu gehört das Lesen, lange gemeinsame Wanderungen, klassische Musik hören, selbst musizieren oder auch mit Freunden Kicker, Billard oder Dart zu spielen.
18 Uhr: Ich packe meine Langlaufski ins Auto, Stirnlampe auf den Kopf und ab auf die Loipe. Um diese Zeit ist nicht mehr viel los, eigentlich gar nichts. Das macht mir sehr viel Spaß alleine unterm Sternenhimmel. Nur ich, die Natur, die Ski und die Loipe, was will man noch mehr.
20 Uhr: Nach dem Abendessen gönne ich mir am Abend je nach Programm zwei Stunden Fernsehen. Am liebsten schaue ich dabei die Infokanäle, Dokumentationen oder Reiseberichte von Arte, Phönix und 3-Sat an. Dabei kann man sich tolle Anregungen und Ideen für die nächste Ferienreise holen.
22.30 Uhr: Ich gehe pünktlich zu Bett und lasse den Tag in Gedanken an mir vorüberziehen. Im Haus ist nur noch der Schlag der Standuhr im Wohnzimmer zu hören, die wie ein Hypnotiseur auf mich wirkt. Ich schlummere langsam weg und träume von der Werkrealschule und den netten Schülern in Lenzkirch.
Autor: ewe
