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26. März 2010
Viele bemühte Bürger tragen dazu bei, eine Sportstätte zu erhalten
Ehrenamtliches Engagement sichert den Badebetrieb im Freibad Kappel / Förderverein musste 2009 ein Kesselproblem lösen / Beckensäuberung am 8. Mai geplant.
LENZKIRCH-KAPPEL. Außerhalb Kappels am Waldrand liegt das Kleinod unter den Freibädern, die 75 Jahre alte Einrichtung für Einheimische, Gäste und Schwimmbegeisterte aus dem Umland. Damit dies noch lange so bleiben kann, arbeitet der Förderverein während der Saison unermüdlich und zog am Sonntagabend für 2009 im "Pfauen" Bilanz.
Wenn sich nicht engagierte Bürger der Sache angenommen hätten, um den Erhalt von Lift, Loipe und Freibad zu sichern, sähe es in Kappel für die Sportbegeisterten im Winter schlecht aus und für die Frei-Schwimmer stünde seit 20 Jahren auch das Kappeler Freibad im Sommer nicht mehr zur Verfügung. Die Unterstützung durch die Gemeinde liegt im finanziell Machbaren, doch ohne die Fördervereine sähe es zu beiden Jahreszeiten recht karg aus, vieles worauf die Kappeler über Generationen einmal stolz waren, gäbe es nicht mehr.
Seit einem Jahr ist der Schwimmbad-Förderverein als gemeinnützig anerkannt, 700 Mitglieder und viele Vereine sind seit 20 Jahren mit im Boot, wenn dazu aufgerufen wird, das Freibad "raus zu putzen". Der Sportverein richtet den Volleyballplatz, die Hörnlebuebe sind für die Spielgeräte zuständig, der Heimatverein stellt die Bänke auf, die Landfrauen und der Kindergartenförderverein sorgen für unkrautfreie Blumenbeete und die Sauberkeit der Gebäude, der Musikverein umrahmt die Veranstaltungen, die Kameradschaft der ehemaligen Soldaten übernimmt die Wartungsarbeiten und die Feuerwehrkameraden spritzen bei der Frühjahrs Säuberung das Becken aus.
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Dieses Engagement und die Zusammenarbeit lobten Ortsvorsteherin Christa Winterhalder und Bürgermeister Reinhard Feser: "Hut ab, wie schnell ihr die Probleme im Kiosk beseitigt habt und Hand in Hand arbeitet", so Feser. Innerhalb einer Woche konnte im vergangenen Juni der kaputte Kessel repariert werden. Auf den 27. war der Saisonstart geplant gewesen, doch in der Nacht zuvor hatte der Kessel den Geist aufgegeben ließ die Eröffnung platzen. Ein neuer Kessel wäre unerschwinglich gewesen und hätte im 75. Jahr das Ende bedeutet.
Mit einem großen Spiel- und Spaß-Familientag war am 4. Juli das zweifache Jubiläum des Kappler Bades gefeiert worden und im Juli gab es das Festwochenende im Dorf mit der "Wunderbar". Auch ein gut besuchtes "Open-Air-Kino" sorgte für Beachtung. Die Saison ist stets kurz, von Ende Juni bis Anfang September, so rundete im August ein Beach-Volleyballturnier und ein "Open-Air-Cego-Turnier" das Jahr ab.
Die Einnahmen aus Veranstaltungen, Mitgliedsbeiträgen und Spenden sind dringend erforderlich, um den Erhalt zu bewerkstelligen. Ein leichtes Plus konnte erwirtschaftet werden und das finanzielle Polster soll Rückhalt für anfallende Kosten und Anschaffungen bilden, erläuterte Veronika Anders ihren Kassenbericht. Ein neuer Druckregler muss angeschafft werden, der den Erhalt der Umwälzanlage im Freibad so lange als möglich sichern soll. Verschiedene Angebote werden noch eingeholt, denn das vorliegende erschien den Förderern überhöht. "Ein neuer Pächter für den Kiosk ist gefunden", verkündete Vorsitzende Martina Faller erfreut. Mit einem Barfußpark im angrenzenden Wald ist ein neues Projekt geplant.
Die Beckensäuberung ist am 8. Mai ab 9 Uhr geplant, Ende Juni soll wieder in die hoffentlich sonnig warme Badesaison mit täglichen Öffnungszeiten von 10 bis 19 Uhr gestartet werden.
Autor: Maria-Luise Hoch
