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07. Februar 2012

Volkstümliches kommt an

Dirigent Happle kommt bei den Saiger Musikern mit seinem Stil an / Treue Mitglieder geehrt.

  1. mayer baier und kleiser Foto: ursula schmidt

  2. bartberger und feser Foto: ursula schmidt

LENZKIRCH-SAIG. Ehrungen und Verabschiedungen langjähriger Stützen im Musikverein Saig, gab es am Freitagabend in der 122. Hauptversammlung des Musikvereins Saig im gemütlichen Nebenstübchen der "Sonnhalde". Vorsitzender Arnold Feser verabschiedete Claudia Baier und Klaus Kleiser aus der Kapelle und freute sich über den guten Besuch, der den familiären Zusammenhalt des Vereins dokumentiert.

Bei den Ehrungen bot sich der Musikerfamilie die Gelegenheit, kurz auf die vergangenen 50 Jahre zurückzublicken. Klaus Kleiser hat sich vom Verein Urlaub erbeten, um noch Einiges zu unternehmen, ehe er zu alt dafür ist. Unter acht Dirigenten hat Kleiser musiziert, war selbst Chef und dirigierte manchmal bei Kurkonzerten, wenn Bedarf war, er ist also ein Teil der Bauernkapelle und wird sicher wieder aushelfen, wenn er gerufen wird.

Auch Claudia Baier verlässt nach 20 Jahren die Musikkapelle, wo sie lange Zeit zuverlässig auch alles Schriftliche erledigt hatte. Schließlich ehrte der Musikverein noch Torsten Maier für 20 Jahre und David Bartberger für zehn Jahre.

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Als Neuaufnahmen in den Musikerreihen tragen künftig die Vereinsnadel des Musikvereins Saig: Lukas Ketterer, Laura Rettenberger, Saskia, Tamara und Linda Wangler und Elin Glauke.

Seit einem Jahr hat der Musikverein Saig einen neuen Dirigenten. Thomas Happle, der damals sozusagen ins kalte Wasser sprang und in knapp zwei Monaten mit den Musikern ein veritables Jahreskonzert am Muttertag im Mai aufführte. Das hätte bei anderen Dirigenten vielleicht einige Schwierigkeiten gebracht, zumal der Neue wieder einmal ein anderes Musikverständnis, das heißt eine andere Musikrichtung bevorzugt. Aber es zeigte sich, dass sich da Verwandtes begegnete und die mehr volkstümliche Richtung allen entgegen kam. Den neuen Musikstil wird man am Muttertag wieder erleben können, und alle, voran der Dirigent, sind da guten Mutes. Im vergangenen Jahr hatten die Musiker 86 Termine wahrzunehmen, also einiges mehr als das Gewohnte, als da sind Fasnet, die Musik zu Palmsonntag, das Weinfest und den Gegenbesuch bei den Oberrotweilern. Auch im Kurbetrieb tritt man an, so bei den Heimatabenden im Kurhotel Saigerhöh’ und beim Oktoberfest in Lenzkirch.

Die Kasse in den bewährten Händen von Kassiererin Christel Streffer, musste ein bisschen mehr bluten, weil mit einem neuen Dirigenten auch neues Notenmaterial anfällt und man neuerdings auch eine Internetseite hat. Es gab zwar die Spende eines neuen Flügelhorns durch die Strombezugsgenossenschaft Saig, aber auch ein neues Instrument muss passend gemacht werden, von den alten ganz zu schweigen, was sich in Reparaturkosten und Fahrten niederschlägt.

Ein neues Trio kümmert sich um die Jugendabteilung

Erfreuliches aber überwiegt in dem Musikverein, so die Jugendarbeit. Für die Jugendlichen hat sich nach dem Weggang von Steffi Preisendanz aus den eigenen Reihen etwas getan. David und Albert Bartberger und Robin Feser haben die Sache in die Hände genommen, einen Kurs besucht und dann eifrig mit den anderen Verwaisten musiziert. Man darf sich darüber freuen, weil es ein gutes Zeichen ist, gerade in der heutigen Zeit mit all ihren Angeboten, dass sich diese Begeisterung manifestieren konnte.

Außerdem gibt es zwei Gruppen Blockflötenkinder, wo acht Kinder von Kate Wangler und Laura Rettenberger an das Instrumentenspiel herangeführt werden.

Dirigent Thomas Happle dankte den Musikern, die sich so bereitwillig auf ihn eingelassen hätten. Ihm ist gute Unterhaltungsmusik wichtig, was ja auch in die Programme des Kurortes passt. Sorgen machen ihm manchmal die Lücken in der Besetzung, aber da findet sich der eine oder andere in der Nachbarschaft, der aushilft. Das Fazit von Happle lautet: "Es muss den Zuhörern gefallen, aber auch den Musikern und dem Dirigenten, dann kommt jeder auf seine Kosten."

Autor: Ursula Schmidt